Druckschrift 
Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

Von e v k o ?

gleichwie man vor Zeiten der jenigen ObrigkeitPettfchafft daran gehan-gen/ welche das Land regieret hatte / das Türckische Instegelgetrucketwird; woher auch das Wort , der gesiegelten oder mit einemPetschafft verwarten Erde/gekommen ist.

Es halt diese Insel m ihrem Bezirck ohngefehr hundert tausendSchritt/ sie hat gegen Auffgang ein dürr und unfruchtbares/ zwischenMittag undNiedergangaber ein umb soviel desto fruchtbares Feld, istan Geträid/FlachS/Hanff,absonderlichen aberüberaußköstlichemWeinzimlich reich; und mit keinem sichern Seehaven vet sehen; Gegen Mittagzu ligt ihr die klemeJnsel Strati.

VondcrZnselTasso /und dem Heiligen- oderZlthos-Berg genant.

Je Insel Tasso/ welche vor diesem Tassos oder Tbalassiagenen-lZ^Mnet worden / ligt eine starckeMeilwegs vom vesien Land der^^Romaney/gradgegen dem AußlauffeineS kleinen Flusses über.

Jhr Umbkreiß ist ohngefehr sieben oder acht Meilen/ und dasErdreich gantz ungleich, theils eben tbeils bergicht. Das Gebürg gegenMittag hat unterschiedliche Steinbrüche, auß denen man einen wunder-barlich schönen Marmorgrabt: es wächst auch zugleich in der Insel einüberauß köstlicher Wein.

Sie war vor diesem ein Pflantz-orth der Phönicier gewesen / die eineStadt darinnen auffgebauen welche man zwar noch heutiges tags,alleinin Erwegung ihrer alten Herrlichkeit/ in einem wett geringerm Zustand/ob sie wohln noch zimlich volckreich/antrcffen und sehen kan. BemeldterO t ligt gegen Mitternacht in der Insel , zur einen Seiten auff einerschlechten Höhe/zur andern aber auff einem ebenen Feld / ohnwett eineskleinen Meer-Busens/ derihr als ein Seehaven dienet/dessen Einfahrtvon ei ncm atten Schloß gantz wohl verwahret wird.

Diegantze Insel erstreckt sich gegen Nord- -Osten nach dem Heili-gen Berg, der heut zu tag ein Lhersonnesus oder PennJnsel an der KüstevonMacedonien/undvon alters einevölligeJnsel gewesen ilt/den ein Erd-beben/nach Emwerffung seines Gebürgs welcher deCanal,der darzwischedurchgelauffcn, zugeschlossen/ mit dem Land Makedonien vereiniget.

Den Nahmen deß Heiligen Bergs haben ihm die Italianer gege-ben ; Die Griechen pennen denselben » das eben so viel als

5^,0 bedeutet; die Alten aber erkanten solchen unter dem Na-«men welche unter andern ^«/^ttäten/so ste von ihm der Nach»weit hinterlassen/auch den jenigen Vorschlag, den ein berühmter Bau-meister dem Grossen gethan/daß er denselben nemlich verar-beiten / und die rechte Proportion und eigentliche Gestalt MS Men^

schm