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nungen bestehen / welche aber alle nicht mehr als ein eintziges Stockwerckhoch, sehr prachtig gezieret, und mit allerhand reichem Haußgeräth verse-
hen sie mit überauß kostbahren Tapezereyen behän-
gen/ und im Sommer wieder hinweg gethan/ weilen die Portugiesen indieser Jahrsfrist kein Belieben darzu tragen : Die alten Bewohnungen,die sich nach einem kleinen Garem lenckcn, und zur einen seit an einem schrhohen Thurne/ an dem ein Uhrwerck zu sehen/mdigen/seind vor die Köm-gin bestellt; der König bewohnt die neuen Gemacher/ deren vornehmstesAußfthen auff den grossen Platz Terero de Pa^o genant/gerichtet ist. Die-se siossen aneinviereckichtes Bebau,dessen Grund PhilippuS derlll.Kü-nig auß Spanien an dem Gestad deß Tago hat legen lassen. Man sihetdarinnen einen grossen Saal, in welchem alle Vestungen in Portugal sehrkunstreich vorgestellet werden/ unter denen sich ein und andere befinden/dieich mit eignen Händen selbsten verfertiget. In eben diesem Zimmer pflegtder vornehmste Staats-Mintster Audientz zugeben. Der Saal woselb-sien die Leibwacht/ ligt zu unterst an den Königlichen Gemächern/und isteben der jenige Ort, in dem die allgemeine Reichs-Versamlungen gehal-ten werden. ^
Der jenige der auß diesem Saal die Treppen hmab geht/komt an ei-nen Ort laBurse genant/ der in deß Pallasts Begriff eingantz kleinesWbäw/ das auß etlich bedeckten Gängen bestehet/ so von eytel Kauffleuthcnangefüllet / die allerhandfrembde Galantereyen darunter zu verkauffenPflegen. In seiner Winckel einem ist die Cammer, woselbst der Kriegs-Rath zusammen kombt/ und oben darüber noch unterschiedliche andereRichter -Stühle, unter denen der vornehmste derjenige, allwo die Passe-ports abgefordert werden / wann man auß dem Königreich sich begebenwill. Auß dieser kleinen Bewohnung gelanget manwiedcrumbhinauff-Werts über eine Stiegen in die Königliche Hoff- Cape!!, die gewaltig großundüberallemassenreichlich gezieretist. Die Königinnebcns denandemvornehmen Daeüen begeben sich darinnen auffeinen Gang, der miteimmschönen Gegitter eingeschrancket-
Das Haupt-Thor deß.Pallasis sihetauff den Platz Terero de Pa<;o/auffwelchem an allgemeinen Freuden-Tagen di^Ochsen - Feste gehaltenw-rden ; DieserPlatzistzugleichderjentgeOrt/ woselbst sich das Regi-menl-/-,'^«^,das wegen eines absonderlich vergönten Priv.legii daseintzige, dem das Recht/ umb sich in der Stadt auffzuhalten, vergönnet/pflegt auffzuhalten. ^ ^
Zur Seiten der Königlichen Bewohnungen/und zwar derLänge nachdeß offtbemeldten FlussesTago/isteine Schiff-Matte,auff welcher mandie Schiffe bauet ; und nichtweit darvon cin Pallast/nebens einem an-dern etwas kleinern Platz und Capellen, so el Csrpo - Santo oder derH. Leichnam genennet wird.
DerPallast Corpo Santo bestehet in vier unterschiedlichen Ablhei-
lun-