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Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
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Von L u k. 0 ?

Ihr See» Havenist der allergröst-und sichersten einer deß gantzmEuropa die Gestalt halb rund/ und scheinet einem kleinen Meer-Busemnichtgar ungleich. Er hat zehen Meilwegs in seinem Begriff / undist an etlichen-Orten mehr als drey Meilen breit. Die allergröjim Schis,ft/dnauffdem grossen Welt-Meer gehen/können darinnen auffeinemGrund der über sechtzig Arm tieff/ auff das allerbequämlichste Anckerwersscn/ und sich nicht allein der ungestümmln Winde / welche das Ge-bürg / das den Haven rings umbringet/ auffzuhalten pflegt / sondernauch wegen derv:elenSchantzen / mit denen er hin und wieder verwah-ret / deß Einfalls der Feinde und See- Räuber auffs beste versichern.Die vornlhmstebemeldterVestungen seind / die Schantz Sanct Io-hannes/das Bollwerck Bois oder deß Holtzes/und der Thurm Belem/den wir hiernächst mit mehrerm beschreiben wollen.

Die Stadt ist darneben mit schönen öffentlichen Plätzen gezieret/als da seind Tercro- de- Pa^o / Rtbeira und der Platz Rucio: Die An-zahl ihrer Häuser fast unzählbar/ und diejenige der Kirchen und öffentli-chen Capellen/ ohne das die Hauß-Capellen/ welche bey dem meistentheilder Einwohner zu finden seind / (sin tcmahln man gar wenig begüterteLeuthe darinnen antreffen wird / die nicht / damit sie ihren WeibernundTöchtern die Gelegenheit/ umb sich auff den Gassen sehen zulassen/abschneidenmöchten/die Meß in ihren Häusern solten lesen lassen) dar-zu gerechnet werden / über alle Massen groß.

Ihrevornebmsie Kirch, a/s welche zimlich baufällig/und zugleichein Ertz-BischofflicherSitz/ wird ^8--genannt/ ist schon zu denuhr-alten Zeiten ein Götzen,Tempel verfälschen Gottheiten im Heyden-thumb gewesen ; das Gebäu an sich sechsten / dessen Vordertheil mitzweydückundplumpenThmnengezieret/ gewaltiggroß/ undobneei-nige Bau« Kunst ausgeführet. Die Kirchen San- Esteve- de-Fora/und Nuestra Senora de Loretta etc. seind mit grösserm Fleiß und Kunstgebauen / doch befindet sich keine / die tinen Glocken - oder KircheThurn hätte.

Vom Königlich- Portugiesischen Pal-last.

Jeser Pallast/ der am Uffer deß Tago ligt / wendet sich nachder allergrösten Breite deß See- Havens : Er hat unterschied-lich alte sowohl als neue Gebäue, die auff das bequamlich-ste aneinanderchangtn/ und auß einer grossen Anzahl Woh-

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