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züchtig allerband Künste und Wlssenschafften zu erlernen/gewaltig behutsam/heimtückisch und Rachgierig. S»e wissen das Unglück so wo! als das Glückmu gleicher Stindhasstigkeit zuertragcn/ und spüret man zwischen derAuff-rlchtigkeit und verBoßheit fast gantz keinen Unterscheid an ihnen / fineemahlnsie gani; und gar/oder der einen oder verändern / geneigt und zugethan. Sieseind absonderlich in der B am Kunst/Bildhauer» Arbeit und Mahlerey/sehrhochgestiegen/ und Habens allen andern Nationen darinnen vorgethan ; dar-neben auch in der Seefahttfo glücklich gewesen/daß man wegen ihres vielfäl-tigen Snetssens aussdcm Mecr/ihnen allein die Entdeckung von America zudancken; sinremahln der Ehristophorus ColumbuS zu Genua gebohren/ undFiorcntz dem Americo Vespucio ras Leben gegeben hat. Die heungs TagSüblich und gebräuchliche Bevestigungs- Kunst/ ist nicht weniger von den I-taliancrn hergekommen; und seind wir ihnen wegen Erbauung derCazematen/(daS ist.den Gewöidern unter dem Wall/ die mit Schießlöchem versehen/undden ganzen Stadtgraben bestreichen können) welche wir in dem andern Theil«n ercrAnegs Arbeit verbessert/und noch mit mehrer Weitläufigkeit inder neuen Austlag außfahren werden/eentg verpflichtet. Das Fraiienzim,nmun Wckschland ist lang/ annehmlich/sinnreich, geschickt und verliebt /wirdabermiteiner eben so grossen Wachsam- und rauhen Eyssersichtigkeit als inPortugal verwahret; so da verursachet/ daß sie den Fremboen wett geneigter /als ihrer selbst eigenen Nation/zu seyn pflegen.
Die Handlung deß gantzm Weischlands bestehet am allermeisten inSeiden Oehle und Wein.
D>e Mattial- und kriegerische Natur derJtalianer/ scheinet als wannsie seit dem/als der KayftriicheStuhl von Rom nach Constaminopel gebracht/und daS ganlze Land in unterschiedlich absonderliche ^ürstenchümer und Herr-schassten ein« und abgetheilet worden ist/(zudem der Überfluß ihrer vielfältigenE'göhlichkeiten/ die man darinnen haben kan/ die sie viel geschickter zu Voll-ziehung tückisch und auffrührhcher Anschläge/als zum Krieg gemacht/ hinbeyzusetzen )gantz und gar auß der Arch geschlagen habe.
Diesem allem aber unerachtet/so kan man jedoch nichtverläugnen / daßzuunferngegenwättigen Zeiten/ sich ein und andere Kriegs Obristen darinnenhervor gethan / welche durch ihre Tugend und Tapfferkeit bey den Nach,tömmltngm ein grosses Lob erworben haben.
Die Papjst.fche Religion floriret allersOrthen in Italien/und ist auch inetlichen Städten das Judemhum / in Hoffnung einer heiligen Bekehrung /(auffwelche absonderlich in Rom/nechst eines außdrücklichen Befehls/demalle Juden nachkommen/ und einmahl die Woche über eine Unterrich,tung im Glauben anhören müssen sehr starck getrieben wird)zugelassen.
U lij Das