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Nation wann sie dem Volck ein Zeichen geben will / sich keiner Glo-cken bedienen darff.
Vom Zustand und Beschaffenheit der Mittägig-Europäischen Türckey.
Ldieweiln sich dieses Land von Norden gegen Süden außbreitet/ alsist auch setner vielfältigen Lagerstegen halben desselben Lufft aller Or-then unterschiedlich/jedoch insgemein wohl temperirt und gemäs-sigt: Das Erdreich daselbst/welchem/wegen der Türcken Faulheitund dann auch der Christen Unterdrückung/ die solches vielmehrgar nichtbauen/als daß sie vor andere die Mühe undBeschwärdnüßauffsich neh.mm sollen/ die Fruchtbarkeit fast gantz vergangen / gibt jedoch zimlicherMassen allerhand Geträid von sich. Das gantze Land ist theils wegen derPest/ die zumöfftern darinnen grassiret/ theils auchwegen denbejtändi-gen Kriegs'Unruhen / so zu allen Zeiten eine unzehlicheMenge Türcken
auffzureiben pflegen/gar übel bewohnt.
Die daselbst sich befindende Türcken seind insgemein sehr starckeLeuthe/ und einer wohbproportionirten Leibs-Statur; diemäßig undNüchterkeit deren sie alle ergeben/tragt ihren Kräfften sehr viel bey. Manmuß sie nicht mit den Renegaten oder verleugneten Christen vermengen/die einer gantz viehischen Natur/ und wenig Glauben halten/wie sie danndessen schon allbereits gewaltige Proben durch ihren Abfall von sich ver-spüren lassen. Die gebürtige Türcken hingegen seind / wann man ihnendie Warheit redet/gantz höfflich/ohne einige Falschheit / und halten sichin ihrem Thun und Lassen nett und sauber« Die Grausamkeit/welchesie gegen die Christen verüben / nur damit sie dadurch zuerkennen gebenmögen/ wie wenig sie dieselbige achten/ist bey ihnen vielmehr einegezwumgene als angebohrneUutugend.
Obwohln auch diese Barbarn auff einmahln vier rechtmaßigeWei-der nehmen können / so ist solche Vielheitgleichwohln unter ihnen der-Massen ungemein/ daß man fast gar keinen mehr dergleichen findet/ zu-mahln auch die Verstossung ihrer Weiber gantz abgekommen Wasaber die Kriegs-gefangcne Weibs> Personen anbelangt/ da hat ein jegli-cherMacht derselbigen so viel zu haben / als er unterhalten kan. Manbeschuldigt beyde Geschlechte/daß sie einer unehrlich geilen verflucht- undvermahledeyten Liebe/die Manner mit den Männern/und Weiber mitden Weibern/ ergebm seind.
Es haben in diesem ihrer gar viel wann sievorgegeben/daß derTür-ckischeKaysereingevollmcichtigter Eigenthums'Herr über allesichinderTürckey befindende Länder und Herrschafften wäre / und daß die Vätterden Kindern die Nachfolge deß Erbguts nicht überlassen tönten / zimli-cher