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denselben der Göttlichen Weißheit / unter dem Nahmen der'HeiligenSophia / gewidmet hatten/ zu Ende geführet worden. Die Türckenhaben einen guten Theil von derselbigm abgeschnitten/und nur das Ge-wölb behalten/welches das grosse Chor allein der altenKirchen gewesen ist.
Der Diameter oder Durchschnitt dieses Gewölbs ist bey nahe von 15.Wei cki-Schuhen/und mit doppelten Gallerien umbgebcn/deren jeglichevon 6v.gleich-außgearbeiteren Säulen/so unterschiedlichelMaleri/die ei-nen vonPo» phir/ die andern von weissenMarmor scind ctc.unterstützet ist.Auff diese b.yde Gänge/welche sehrweitläufftig/musten sich alle Wcibs-Bilder/atsdie Kirch noch den Christen zugehört verfügen/der allgemeineGebrauch derOrientalischenKirchen ist/daß sie biß auffden heUtigenTageinig abgesonderte Oerter vor das Frauenvo!ck/«elches mit den Männernnit vermischet sitzt wann sie dem Gottesdienst beyzuwohnen'in dieKirchenkommen/zu haben pflegen. Es wird solches auch in etlichen Kirchen deßKönigreichs Portugal in acht genommen.
Der Boden ist gantz Marmoren/und dasMaurwerck mit demal-lerköstiichsten Marmor und Porphirstcincn getäffelt. Man sihet darin-nen noch ein und andere übergebliebene Bilderstücker/ weiche dieTürckentheils zerschmettert/theils außgethan haben; Diejenigen Oerther/ wo-selbst sich halb erhobene Engelsbilder befunden / setnd mit Farben über-strichen/ und an derfeibcn Stelle der Nahme GOtteö mit ArabischenBuchstaben geschrieben worden. Es befindet sich auch in dieser Mosqueenein gewisser Ercker gleich einer Eantzel auffgerichtett der in der Höhe derMauren zu sehen / und vor den Sultan verordnet ist/ welcher sich durcheine kleine verborgene Treppe dahin verfüget/wann ihn die Andacht in dieKueh zugehen/darzu treibet. Die Türcken verehren absonderlich darin-nen einen Marmorstetn/von dem sieaußsagen/daß erder Heiligen Jung-frauen gldicnet/wann sie ihrem Söhnlein die Windeln gewaschen / Sieweisin noch über das ein Grab/ und geben vor / daß es deß Kaysers Con-stantini seines gewesen wäre.
Aussenvor dem Portal oder der Hauptthüren wird man auch unter-schiedlicher Marmolsteinern Turbem das ist/ ein und anderer verborgenerin Gestalt einer Lapellen als ein Gewölb zugedeckt/r Oerther gewahr/wel-ches der jungen Ottomannischen Fürsten Begrabnüssen seind-
Jenseit eines Portals/das am Vordertheil deß gantzen Gebaues an-zutreffen/woselbsten sich biß weilen die Türckischen Wewer zu versamblenund ihre Andacht zu haben pfiegen/sihet man ? grosse Porten/ die alle auß -Ertz gegossen se!nd/un von welchen die fünffte allein/umb in denMosquetzu komen/pflegt offen zustehen Ausserhalb der H.Sophia ftino auch 4.Mmaretauffgcrichtet/also nennen dieTürcken diejenigen Thürne/dieaußunterschiedlicheStockwercken bestehen /und ein und andere erhabeneErckerhaben/sosie an statt derGlockengebrauchen- ZuditsenMmarttuntcrhältman etliche darzu bestellte Männer/die sie Muezin heissen / welche fünff-mal defiTags zu gewissen Stunden hinauff steigen / und den Turckenzum Naama/ das ist/ zum Gebtt ruffen müssen ; sintemahin eicfe