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4 (1857)
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bayer. Generallieutenant, a. o. Gesandter am k. vvürttemb. Hole etc.,erhielt vom Könige Maximilian I. Joseph von Bayern, 12. Aug. 1812,unter Ertheilung des Wappens der Freiherren v. Verger nach deinerwähnten Diplome von 1748, den Freiherrenstand des KönigreichsBayern, auch wurde der Adoptivsohn des Letzteren, Ferdinand Cle-ment v. Nouvion (nicht, wie v. Hefner Tingieht: Joseph Nouvion), k.bayer. Kämmerer, früher a. o. Gesandter und bcvollm. Minister amgrossherz. badischen Hofe, jetzt hei dem päpstlichen Stuhle zu Bornund an den Höfen von Neapel und Turin, vom Könige Maximilian 1.Joseph von Bayern, 18. Dec. 1824, unter Ertheilung des Namensund Wappens der Freiherren v. Verger, in den Freiherrenstandversetzt. Altes, ursprünglich aus Capo d'Istria stammendesAdelsgeschlecht, welches zu den angesehensten Familien dieserStadt gehörte und aus derselben weiter nach Italien, so wie nachFrankreich und der Schweiz kam und sich in diesen Ländern inmehreren Linien ausbreitete. Peter Paul v. Verger, gest. 1428,stand hei dem Kaiser Sigismund in solchem Ansehen, dass derselbeim Gefolge des Kaisers auf dem Concil zu Costnitz erschien, undein gleichnamiger Sprosse des Geschlechts, bekannt als Rechlsge-lehrter und Staatsmann, war 1530 Legat des Papstes Clemens VII.am Hofe des Kaisers Carl V., wohnte als solcher dem Reichslage zuAugsburg hei und wurde dann Bischof in Capo d'Istria. Die hierin Rede stehenden Freiherren v. Verger stammen aus derjenigenLinie des Geschlechts, welche in dem ehemaligen Sitze der Bischöfevon Basel, Brunlrut am Jura, mehrere Jahrhunderte blühte und auswelcher viele Sprossen am Hole der genannten Bischöfe hohe Ehren-stellen bekleideten. Aus dieser Linie kam Johann Conrad v. V.,geb. 1682, ein Sohn des fürstbischöflich Baseischen llofrathes Chri-stoph lgnaz v. V. aus der Ehe mit Johanna Münch v. Münchenstein,als der Erste seines Stammes nach Bayern, wurde kurhayer. Re-gierungs-Rath und später Rentmeister der Regierung zu Straubing,und erlangte, nachdem er das Rittergut Moosdorf (Mossdorl) erwor-ben hatte, die Edelmannsfreiheit und Aufnahme unter die Land-schaft in Bayern. Aus der Ehe desselben mit Maria Anna Freiinv. Unertl stammten die drei oben genannten Sühne MaximilianEmanuel, Franz Joseph und Philipp Nerius, welche (s. oben) 1748den Freiherrenstand erhielten. Die Familie blüht in Bayern jetztin zwei Linien. Die erste Linie umfasst die Nachkommenschaft desFreiherrn Maximilian Emanuel, welche allein noch blüht, da derBruder des Letzteren, Freiherr Philipp Nerius, nur drei Töchter