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(s. unten) früher verliehene Wappen im Adelsdiplome verbessertworden ist und zwar so, wie oben nach letzterem Diplome ange-führt worden ist. Nach dem erwähnten Wappenbriefe war derSchild von Gold und Blau quer gelheilt und die Römersläbe imSchilde und aul dem Helme schwarz, die Helmdecken aber blauund golden. — v. Hellbach, 11. S. 330 und 331.
Sachsen. Altes, sächsisches Adelsgeschlecht, in welches derAdelstand vom Kaiser Friedrich III., laut Diploms d. d. Wien,3. Febr. 1470, in der Person des Zwickauer Rathsherrn Marlin R.und des Bruders desselben, Niclas R., kam, nachdem die Familieschon früher einen Wappenbrief erhallen hatte. Martin v. R., durchdie Schneehergschen Bergwerke sehr reich geworden, war von 1475-—1483, in welchem letzteren Jahre er slarb, Amtshauptmann zuZwickau, Niclas v. R. kaufte aber nach Einigen 1470, nach Ande-ren 1486, das Gut Unter-Steinpleiss im sächs. Voigtlande. NachGauhe (a. a. 0.) stammt die Familie allem Ansehen nach von denedlen Römern zu Nürnberg ab, da Spangenberg (Mansfeldsche Chro-nik, S. 306) angiebt, dass Georg Römer aus Nürnberg 1411 sichim Thale bei Mansfeld angebaut habe, und dessen Nachkommen,wie Gauhe meint, sich bald in und um Zwickau angesiedelt habenmögen. Zwar habe Meitzer (Schneebergsche Chronik) und Lehmann(Hamb, remarqu.) den Sebastian Römner (Romner) einen Bürger,aus der an der meissnischen Grenze gelegenen böhmischen StadtGürckau (Jörkau), welcher 1470 durch eine besondere Begebenheilden Adel erhallen habe und statt Romner Römer genannt wordensei, als Ahnherrn des Geschlechts angegeben, doch lauteten die An-gaben dieser Schriftsteller so eigenthümlich, dass dieselben keinenGlauben verdienten, da das Geschlecht schon damals im Voigtlandegebjüht und den Adel geführt habe. Martin Römer, Amtmann, einPosten, welcher jetzt Amtshauptmann heisse und ein adeliger sei,werde nämlich von Müller (Annal. Saxon.) dem Comitate des Her-zogs Albrecht zu Sachsen auf der 1476 nach dem gelohten Landeunternommenen Reise beigezählt. Albin (Meissner ßergehronikS. 38), giebt übrigens von dem eben genannten Martin v. R. an,dass er aus den Schneebergschen Bergwerken fünf Tonnen Goldesgewonnen und über 100,000 Gulden zu milden Stiltungen in Zwi-ckau verwendet habe. — Den Giilerbesitz der Familie anlangend,sagt Knauth: „Römer auf Neumarck, Rabenstein, Stein-Pleissa,Schneckengrün, jüngsthin auch Gross-Sedlilz etc. und setzt nochhinzu: haben vornehmlich in und um Zwickau in vornehmen, kur-