Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
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v. Römer.

Schild von Gold und Schwarz quer getheilt mit zwei ins An-dreaskreuz gelegten Stäben, welche das Diplom Römerstäbe nennt,von gewechselten Farben. Die Stäbe haben oben eine runde Kuppe,unter derselben, gegen die Schildestheilung zu, eine ringförmigeUmgebung, und die im Diplome Schorfe genannten Spitzen kehrensich rechts und links nach aussen. Auf dem Schilde steht einHelm, auf welchem rechts gekehrt ein niedriger, goldener Hut mitbreitem, schwarzem Aufschlage (dem Diplome nachmit einem mo-deren, aufgeworfenen Stulpe"), liegt, und zwischen dem Hute unddem Aufschlage desselben steigen zwei schwarze Römerstäbe empor,deren jeder mit drei nach aussen (liegenden, goldenen Hahnenfedernbesteckt ist. Die Helmdecken sind schwarz und golden. Ab-drücke von Petschaften, Angaben nach dem Diplome, und Dorst, II.S. 110 und 111 (nennt die Stäbe im Schilde und auf dem HelmePilger- oder Römerstäbe). Wie übrigens mehrere Abdrücke vonPetschaften das Wappen, wie eben angegeben, ganz so zeigen, wiedasselbe oben beschrieben wurde, so finden sich auf den übrigenund die Zahl der Lackabdrücke, welche eingesehen werden konn-ten, war gross so viele Abweichungen, wie dieselben nur je an dendie mehrfachsten Varianten darbietenden Wappen vorkommen kön-nen. Der Schild ist auf einzelnen Lackabdrücken von Gold undßlau, von Schwarz und Gold, von Silber und Schwarz und auchvon Silber und Roth getheilt, ja es findet sich sogar der ganzeSchild roth. Statt des Hutes ist oft der Hehn gekrönt und dieRömerstäbe sind mit drei, fünf, ja sechs Hahnenfedern besteckt.Die drei Federn jedes Stabes kommen auch links gekehrt vor, vonden erwähnten fünf Federn wenden sich drei nach aussen und zweinach innen, und von den sechs Federn drei nach rechts, drei nachlinks: alle diese Varianten sind nicht diplomgemäss. Der DresdnerCalender zum Gebrauche der Residenz, 1849. S. 165, sagt: dasvon Schwarz und Gold quer gelheilte Wappen zeigt zwei gekreuzte,sogen. Römerstäbe von wechselnden Farben, welche sich, auf demHelme, aus einem goldenen Hute hervorkommend und oben mitgoldenen Hahnenfederbüschen geschmückt, wiederholen. Knauth,S. 560. Zedier, XXXII. S. 340 und 341. Gauhe, I. S. 19201922. Graf v. Beust, Beiträge zur Sächsischen Geschichte, I.S. 1924, mit Anführung des Adelsbriefes der Familie, aus wel-chem sich ergiebt, dass das der Familie mittelst Wappenbriefes