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den Freiherrenstand erhoben. — Altes, bayerisches Adelsgeschlecht,aus welchem Sprossen viellach in herzogl. bayer. Aenitern undKriegsdiensten standen und welches urkundlich schon seit 1186vorkommen soll. Dasselbe war zuerst am Lechrain und im Iler-zogthume Neuburg in Riedheim (Riedtheim, es giebl also nicht,wie v. llellbach annahm, zwei Familien Riedercr) angesessen, ver-tauschte aber später diese Besitzung mit Paar. Eberhard Biederer,Landrichter in Aichach und später in Dachau, kommt urkundlich1420 vor. Ulrich Biederer begleitete den Herzog Ludwig mit demBarte auf der Reise nach Frankreich und nach dem Concile zuCostnitz und ist wahrscheinlich der Ulrich v. Riedener, welcher1454 als Dompropst zu Freising vorkommt. Sixt Biederer, Maut-ner zu Schärding, wurde von dem genannten Herzoge Ludwig na-mentlich in der Verwaltung des Landes gebraucht, und Michael v. R.war um 1469 Dompropst zu Regenshurg und herzogl. Canzler. Der-selbe soll zuerst im Wappen die fünf Sterne geführt haben, wäh-rend man für das ältere Wappen in Silber eine rothe Rose an-nimmt. Ein anderer Michael Riederer, welcher 1483 in das gelobteLand gezogen war, starb 1517 als Ptleger zu Rain. 1563 verkauftedie Familie Scldoss und Hof Paar, erhielt aber durch VermählungSchloss und Hof Schönau in Niederbayern, eine Besitzung, welchenun fast drei hundert Jahre dem Geschlechte zusteht. — Von demEnkel des oben genannten Freiherrn Georg Sigmund, dem FreiherrnPeter Joseph Albrecht, gest. 1757, kurbayer. Kämmerer, stammteaus erster Ehe mit Maria Eva Isabella Freiin v. Closen, gest. 1744,Freiherr Johann Nepomuk Franz Paula, gest. 1787, kurbayer. Käm-merer, vermählt mit Maria Johanna Violanta Freiin v. Poissl, undaus dieser Ehe entspross Freiherr Joseph Maria Ignaz Johann Ne-pomuk, gest. 1832, k. bayer. Kämmerer, vermählt mit Maria Egen-huber. Der Sohn des Letzteren, Jobann Nepomuk Freiherr Biede-rer v. Paar, gest. 1856, Herr zu Schönau und Klein-Müncben, k.bayer. Ober-Appellations-Gerichts-Rath zu München, vermählt mitAdelheid Freiin v. Magerl, gest. 1833, hat, da ein Sohn, FreiherrCaspar, k. bayer. Kammerjunker und Landgerichts-Assessor, vorihm unvermählt gestorben ist, neben zwei Töchtern, einen Sohn,Freiherrn Eduard, geb. 1823, k. bayer. Kammerjunker und Lega-tions-Secretair bei dem heiligen Stuhle zu Rom, hinterlassen. Vonden Brüdern des Freiherrn Johann Nepomuk lebt Freiherr Moritz,geb. 1802, k. bayer. Stadtgerichtsrath zu München, welcher, so vielbekannt ist, den Stamm ebenfalls fortgepflanzt hat. Nächst dem