Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
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1S57. S. 545, mit Berufung auf 1856. S. 493495 (der Lowe im1. und 4. Felde des freiherrl. v. Pfettenschen Wappens ist wach-send angenommen und die Felder 2 und 3, wie folgt, beschrieben:das 2. und 3. Feld ist viermal quer getheilt, oben ist der 1. und3., unten der 2. und 4. Theil blau, oben ferner der 2. und untender 1. von Silber und Roth, die beiden anderen aber von Rothund Silber gestückt". Das Wappen der Freiherren v. Pfetten-Füllist bisher in diesem Werke noch nicht beschrieben worden).

Bayern. Marquard v. Pfetten, Herr auf Niederarnbach, kur-bayerischer Kämmerer und Kammerdirector und später Geh. Rathund Kammerpräsident, wurde vom Kaiser Leopold I., laut Diplomsd. d. Neustadt, 4. April 1668, mit dem Prädicate: v. Niederarn-bach, in den Freiherrenstand erhoben. Alles, allbayerisches Adels-geschlecht, welches sich früherPfettner schrieb und dessen Stammburgund Veste Pfetten in der Stadt Landsberg im Isarkreise, in welcherStadt noch jetzt die meisten Häuser der Altstadt der Familie zu Lehengehen, lag. Die durch Urkunden erwiesene Stammreihe des Ge-schlechts, welchem später auch das Erbschenkenamt vom HochstifteRegensburg zustand, beginnt um 1150 mit Ulrich Pfettner, Ritter,welcher auf seiner Burg bei Landsberg sass. Von den Nachkom-men desselben hatte Ulrich Pfettner 1380 von den Herzogen Johannund Stephan von Bayern das Gut Rauchen-Lechsberg pfandweiseinne, vertauschte es aber später erbeigenthümlich gegen SchlossPfetten bei Landsberg. Jacob Pfettner, in neunter Generation, warStallmeister des Herzogs Albrecht von Bayern und Pfleger zu Kling.Derselbe erhielt 1552 vom Hochstifte Freisingen den durch Ver-mählung mit Anna Lanzenberger erlangten Silz zum Weeg zu Le-ben und besass nach dem Tode seiner Vetlern alle PlettenschenLeben bei und um Landsberg. Der Enkel desselben war der obengenannte Freiherr Marquard von Pfetten, welcher Nieder-Arnbachvom Kurfürsten Max Emanuel von Pfalzbayern, gegen Abtretung derHofmark Manzing, 1663 lehenweise und 1690 frei eigentümlicherwarb und aus Nieder-Arnbach und seinem sonstigen Vermögen fürseine Nachkommen zwei Fideicommisse stiftete, welche er auf seinebeiden Sühne aus der Ehe mit Catharina Freiin v. Tauffkirch, dieFreiherren Johann Franz Marquard und Sigmund Marquard, ver-erbte. Beide wurden die Stifter von zwei Linien, welche jetzt nochblühen: es stiftete nämlich Freiherr Johann Franz Marquard dieältere Linie zu Mariakirchen und Freiherr Sigmund Marquard diejüngere Linie zu Arnbach. Die genealogischen Verhältnisse der