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bern, links schwarz und golden. — Abdrücke von Petschaften undhandschriftliche Notizen. — Wappenbuch der Sachs. Staaten, IV. 65.
Sachsen. T. M. Otto, kursächs. Reilerofficier, wurde, wieneuerlich zur öffentlichen Kunde gelangte Nachrichten (s. unten)ergeben, vom Kaiser Franz II., 27. Juni 1S06, in den Reichsadels-stand erhoben. Derselbe, später k. sächs. Rittmeister a. D., ist,7. April 1856, auf seinem Gute Techritz bei Bautzen, so viel be-kannt, ohne den Stamm fortgepflanzt zu haben, gestorben, undnach Angabe der Allgem. Deutschen Zeitung, 1856. No. 84, solldie nach Obigem kurz vor Auflösung des deutschen Reichs erfolgteErhebung desselben in den Reichsadelsstand die letzte gewesensein, welche durch die Iland eines römischen Kaisers unterzeichnetworden ist — eine Angabe, welche richtig, doch auch unrichtigsein kann, da, wie bekannt, die römisch-kaiserliche Reichsregierungerst 6. August 1806 vom Kaiser Franz II. niedergelegt wurde. —Die hier in Rede stehende sächs. Familie v. Otto, deren Wappenoben richtig beschrieben worden ist, muss, wie schon Bd. III. S. 350angegeben wurde, von der gleichnamigen sächs. Adelsfamilie, welcheden Adelsstand des Königreichs Sachsen vom Könige FriedrichAugust I., laut Diploms vom 13. Juli 1816, erhielt, wohl unter-schieden werden, und es dürfen nicht, wie der Dresdner Caienderzum Gebrauche der Residenz, 1849. S. 161, gelhan, zwei Familienzu einer Familie gemacht werden. Doch sind die oben angezoge-nen Angaben der Deutseben Allgem. Zeitung nicht unbedingt alsrichtig anzunehmen. Es findet sich nämlich in den Listen derkursächs. Armee von den ersten Jahren dieses Jahrhunderts keinReiterofficier Otto oder v. Otto vor. Erst die Jahrgänge 1810,1811 und 1812 führen einen Souslieutenant Moritz v. Otto im k.sächs. Regimente Prinz Johann Chevauxlegers auf, welcher das Di-plom als Lieutenant 11. Mai 1809 erhielt. Derselbe muss — Ar-meclislen von 1813 und 1S14 sind nicht bekannt —- nach seinerStellung in der Liste von 1812, bald Premierlieutenant gewordensein und nach den Feldzügen dieser Jahre mit Rittmeistercharacter(s. oben) den Abschied genommen haben, da die Armeelisten von1815 etc. denselben nicht mehr erwähnen. Dass dieser 1856 ver-storbene Rittmeister v. Otto 1806 den Reichsadel erlangt habe, istwohl nur dann anzunehmen, wenn derselbe in diesem Jahre schonGutsbesitzer war und erst später in die Armee trat, doch liegt dieVermuthung näher, dass der Vater desselben das Gut Techritz inder Oberlausilz erworben und in Folge des damals in der Lausitz