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porhält. Auf dem Schilde stellt ein gekrönter Helm, aus welchem,zwischen zwei Biiffelshiirnern, von denen das rechte von Silber undRoth, das linke von Gold und Schwarz quer getheilt ist, der Löwedes Schildes mit dem Pfeile in der linken Vorderpranke, welcherhier schrägrechts, das Gefieder nach oben, die Spitze nach unten,gehalten wird, ebenfalls links gekehrt, aufwächst. Die Hehndeckensind rechts rolh und silbern und links schwarz und golden. —Mönch, Wappenbuch Zittauischer Geschlechter, Tab. 5. — Zwei,vor schon mehreren Jahrzehnten last ganz verwitterte Leichensteineauf dem Kirchhofe der Dreifaltigkeitskirche zu Zittau. Das Wappenauf dem einen Steine ist ganz, wie Mönch dasselbe angegeben hat,während das auf dem anderen den Löwen im Schilde und auf demHelme rechts gekehrt zeigt. Der Löwe auf dem Helme hält denPfeil mehr gerade. — Freih. v. Ledebur, IL S. 107: Mihla v. Leu-ckersdorf, Milde, ohne Angabe des Wappens.
Oesterreich, Sachsen. Joachim Milde, Herr auf Eybauund Leuckersdorf (Nieder-Leutersdorf), Stadtrichter zu Zittau (geb.in Ostpreussen 1528, gest. als Bürgermeister 1584), wurde vomKaiser Maximilian II. um das Jahr 1566 in den Adelsstand erhoben.— Die Tochter desselben, Martha v. M., vermählte sich mit Nickel(Nicol) v. Lanckisch, Herrn auf Hürnitz, und starb 1617. In Folgedieser Vermählung kommt Namen und Wappen der Familie v. Mildein den Ahnentafeln der Familie v. Lanckisch (s. oben den betref-fenden Artikel) vor. Der Stamm soll, ohne den Adel fortgeführtzu haben, bis auf die neueste Zeit forlgesetzt worden sein und,Privatnachrichten zu Folge, ist aus demselben der grossherzoglichSachsen-weimarsche Ilofschauspieler und Sänger Fedor Milde ent-sprossen, welcher vor Kurzem als v. Milde in Leipzig aufgetretenist und als angestammtes Familienwappen ganz das oben beschrie-bene Wappen führt. — Bis auf die neueste Zeit ist übrigens derName einer österreichischen Adelsfamilie v. Milde in dem Militair-Schematismus des österreichischen Kaiserthums vorgekommen, dochist das Wappen dieser Familie nicht bekannt und daher nicht zubestimmen, ob letztere mit der hier in Rede stehenden Familie ir-gend im Zusammenhange stellt.