Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
Seite
256
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scher, iu welcher Stadt der Vater desselben, welcher Brabant inFolge der Religionsstreitigkeiten verlassen hatte, sich niederliess,war mit Johanna Gerhrecht v. Baunigarten aus dem Hause Bern-burg in der Grafschaft Hoya vermählt, und aus dieser Ehe stammteCaspar Friedrich v. L., geb. 1652, welcher als kurbrandenburgischerOberst vom Kaiser Leopold I., 1698, die Reichsfreiherren würde er-hielt; eine Würde, welche Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg,15. Oct. 1698, bestätigte. Derselbe starb 1714 als k. preuss. Ge-neralmajor, Regimentsinhaber etc. und Herr auf Brachwitz, Schaal-see und Stedren, sämmtlich in der jetzigen Provinz Sachsen. Ausder Ehe mit Sabina Christophora Brand v. Lindau stammten siebenSöhne und fünf Töchter, doch soll, wie Gauhe angiebt, nur einSohn, welcher später als k. k. Hauptmann im Duell blieb, denVater überlebt haben, während nach Freiherrn v. Ledebur das ganzeGeschlecht, 19. Juli 1714, mit dem genannten k. preuss. General-major Freiherrn v. L. erlosch. Von der adeligen Familie v. L.kommt Johann Caspar v. L. noch 1687 als Domherr zu Münster vor.

v. Leuth.

Schild mit Schildesfusse. Im schwarzen Schilde drei nebeneinander stehende, achtstrahlige, goldene Sterne, über welchen eingoldener Weberschützen schwebt, und im silbernen Schildesfusseeine goldene Lilie. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm,welcher einen linkssehenden, schwarzen Adler mit weit ausgespreiz-ten Waffen trägt. Die Helmdecken sind schwarz und golden.Handschriftliche Notizen und Handzeichnung.

Oesterreich. Der Stammvater dieses adeligen Geschlechts,welches wohl schon längere Zeit erloschen ist, Claus Leuth ausHachenburg, wurde vom Kaiser Ferdinand IL, laut Diploms d. d.Wien, 25. Mai 1629, mit seinen beiden Söhnen Dr. Martin I,. undAdam L. und deren ehelicher Nachkommenschaft, in den Reichsadel-stand erhoben.