Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
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Auf dem Helme desgleichen, die Helmdecke blau und gell». AulSiebmacher und Sinopius, 1. S. 502, gestützt, bat v. Meding, II.S. 291, das Wappen, wie folgt, beschrieben: dasselbe zeigt drei inder Mitte des blauen Feldes gleichsam als durch einen Hing miteinander verbundene, goldene Schlingen, oder Seile, deren jedesdergestalt dreimal durch sich seihst gezogen ist, dass es die Figurder achten Zahl annimmt. Eins dieser Seile geht gerade aufwärts,nach dem Helme, die anderen beiden schräg niederwärts, nach denUnlervvinkeln. Ihre Enden kehren sich und zwar des oberen obengegen die rechte Seite, die der beiden unteren aber unten gegeneinander. Auf dem Helme sind drei solche Seile doch neben ein-ander aufwärts gestellt. Ihre Enden gehen aufwärts, das vom er-sten links, die von den beiden letzten rechts gekehrt. Die Helm-decken sind golden und blau. Gaulle, I. S. 966: v. Kanvintzki(nach Lucae und Sinapins). v. Lang, Supplement, S. 52.Megerle v. Mühlfeld, Ergänzungshand, S. 69. v. Hellbach, I.S. 637. N. Preuss. Adelslexicon, III. S. 77 und 78 (sagt vomStammwappen, dass dasselbe im blauen Schilde drei künstlich zu-sammen gedrehte, in der Mitte in einander gehende, gelbe Schlin-gen zeige und setzt in Bezug auf letztere kurz hinzu:sie wieder-holen sich auch auf dem Helme"). Freih. v. Ledebur, 1. S. 417(giebt an, dass, wie oben angenommen worden ist, die drei Seil-schlingen, jede in Gestalt einer 8, mitten im Schilde nach Art einesSchächerkreuzes zusammengestellt sind .

Oesterreich, Bayern, I'reussen. Johann Nepomuk Wen-zel Karwinski v. Karwin, k. k. Generalmajor, wurde vom KaiserFranzi, von Oesterreich, 6. Aug. 1813, in den erbländisch-österr.Freiherrenstand erhoben. Altes, ursprünglich polnisches Adelsge-schlecht, welches aus Polen nach Schlesien und später auch nachBöhmen kam. Das Stammschloss Karwin liegt im jetzigen Oppeln-schen Kreise Oberschlesiens, und die Familie war auch im Teschen-schen mit Tscharnowitz angesessen. Pertzick Karhinski kommt 1445,Niclas Karwinski v. Karwin 1530, und Peter v. Kanvintzki auf Kar-win als der Fürsten zu Teschen Land- und Regierungsrath 1572vor. Johann Joseph K. v. K. war 1709 königl. Hauptmann desSchlauer Kreises in Böhmen. Später haben zu verschiedenen Zei-ten Glieder der Familie in der k. preuss. Armee gestanden undnoch 1823 kommt ein v. K. als k. preuss. Capitain und Rendantbeim Train-Depot in Graudenz vor. Ein Sohn des oben genanntenk. k. Generalmajors Johann Nepomuk Wenzel Freih. K. v. K., Wil-