Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

207

was spitz ziigelicnile, mit sechs sich krümmenden schwarzen Hah-nenfedern besteckte Säule, unten miL dem Fische quer belegt oderüberzogen, und führt dann an, dass der v. Cachedeniersche Leichen-stein in der Domkirche zu Naumburg den Fiscli im Schilde undSiebmacher das ganze Wappen links vorstelle). Knauth, S. 492und 493: Gares, oder Karis, auch Carras (giebt ausnahmsweise dasWappen an und sagt von demselben:führen zwei Caraussen oderKars-Karpffen im Wappen"). Sinapius, II. S. 715. Gauhe, 1.S. 963 und 964: v. Karras, Carras. v. Uechtrilz, diplom. Nachr.,IV. S. 7079 (mit Nachrichten aus den Kirchenbüchern zu Crossen,Merseburg, Dresden, Zörbig, Oderin und Dransdorf von 15201787).

v. Hellbach, I. S. 637. N. Preuss. Adelslexicon, IV. S. 76.

Freih. v. Ledebur, I. S. 416.

Sachsen, Preussen. Altes meissnisches, schon seit dem13. Jahrhunderte bekanntes Adelsgeschiecht, welches später, zu An-fange des 16. Jahrhunderts, in die Niederlausitz kam und sich auchin Schlesien ausbreitete. Friedrich v. Karras soll den KaisernOtto IV. und Friedrich II. gedient und 1213 den Erzbischof Albrechtzu Magdeburg gefangen genommen haben; Apezen Karras erhielt1423 von dem Landgrafen in Thüringen und Markgrafen zu Meis-sen Friedrich Schloss und Voigtei Donyn auf drei Jahre, und Fritzv. K. begleitete 1476, nach Müller, Annai. Sax., den Herzog Al-brecht zu Sachsen auf seiner Heise in das gelobte Land. Im Meiss-nischen war früher die Familie reich begütert. Knauth (a. a. 0.)sagt, dass dieselbe ehemals die schone Elbaue zwischen Meissen undDresden besessen habe, namentlich die Güter Cölln, Zschaschendorf,Cosswig, Ketschberg, so wie Reinhardsgrimme bei Dippoldiswaldeetc., und setzt hinzu, dass das Geschlecht nunmehr (1691) im Meiss-nischen vermuthlich gar abgestorben sei. In der Niederlausitz,in welcher ein den Namen der Familie führendes Gut im jetzigenKreise Lübben liegt, besass das Geschlecht schon 1500 Craupe imKreise Luckau und 1520 Schönfeld im Kreise Calau. Zu diesenGütern kamen im Laide der Zeit bis gegen Milte des 18. Jahrhun-derts mehrere andere Güter, namentlich Jetsch, Krossen, Schenken-dorf, Drahnsdorf etc. Gauhe führt an, dass im Anfange des 18. Jahr-hunderts drei Brüder v. K. Herren der Güter Jetsch, Schenkendorlund Krossen gewesen waren, doch sind die Angaben über dieseBrüder ebenso, wie über einige andere Glieder der Familie, nichtgenau, wie sich aus den Mittheilungen ergiebt, welche v. Uechtritz(a. a. O.) gemacht hat. Die Mittheilungen des Letzteren beginnen