Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
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177
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Freih. v. Ledebur, I. S. 321, beschreibt das Wappen folgender-lnassen: 1 und 4 ein zum Fluge sicli erhebender Adler vor einemFelsen; 2 ein rother Balken mit Kreuz und zwei Edelsteinen belegtim silbernen Felde, und 3 ein silberner Balken im rothen Felde,welches oben und unten mit Kreuz und Edelsteinen belegt ist.Das in dieser Beschreibung des Wappens vorkommendeRoth"rührt unstreitig davon her, dass dieselbe Abdrücken von alten,scblechtgestochenen Petschaften entnommen worden ist, welche, nachvorliegenden derartigen Abdrücken, dasSchwarze" durch dickeLängenstriche angegeben haben.

Sachsen. Altes, ursprünglich wohl schlesisches Geschlecht,welches aus Schlesien in die Oberlausitz, nach Zittau, kam, denAdel erhielt und später aus der Lausitz nach Böhmen und NiedeivOesterreich gelangte, wo mehrfache Standes-Erhöhungen in die Fa-milie kamen. Das Geschlecht erhielt vom Kaiser Carl V., 15. März1524, einen Wappenbrief, und, wie angegeben wird, ein (erstes)Adelsdiplom vom Kaiser Rudolph II., 29. März 1586, doch konnteüber dieses Diplom von dem Verfasser, welcher von mütterlicherSeite selbst ein v. Hartig'scher Geschlechts-Verwandter ist, Näheresnicht ermittelt werden, in Abrede ist dasselbe aber keineswegs zustellen, denn Jacob Hartig, gest. 1602, Senator zu Zittau, welcherauf dem Leichensteine der Kirche zur heil. Dreifaltigkeit in ZittauBürger und Raths Freund" genannt wird, war der Gemahl derTochter des zu seiner Zeit so berühmten Johann Montanus, Leib-arztes des Kaisers Rudolph II. Von Jacob Hartig entspross Dr. Jo-hann Hartig, gest. 1632, fürstl. Anhalt-Liegnitz- und BriegischerLeib-Medicus und Medicinae Practicus in Zittau, welchen, so wieden genannten Vater, Familienpapiere ohne das v. aufführen. Vondem Dr. Johann Hartig stammten die Söhne, Christian v. Hartig,der Medicin Doctor, Herr auf Alt-Hörnitz bei Zittau, des Marcus-Ordens Ritter und seit 1639 Bürgermeister zu Zittau, als welcherderselbe 13mal das Directorium hatte, und Dr. Johann Jacob Har-tig, geb. 1603, Stadtphysicus zu Venedig. Beide Brüder erhieltenvom Kaiser Ferdinand III., 15. Oct. 1645, ein Adelsdiplom. JohannJacob v. Hartig wurde, vermählt mit Veronica v. Nys, durch seinenSohn Johann Esaias v. IL, geb. 1632, gest. 1708, der Ahnherr derjetzigen Grafen v. Hartig, in deren später reich begüterte Familievom Kaiser Leopold I., 19. Oct. 1668 und 13. März 1669, derReichs-Rittersland, und, 30. Juli 1700, der böhmische Freiherren-,vom Kaiser Joseph!., 1. Sept. 1707, der Reichs-Freiherren- undiv. 12