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4 (1857)
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Sachsen kam. In Schwaben blühte die Familie schon im 13. Jahr-h underte. Ilenricus v. A. wird von Crusius, Annal. Suev. III. p. 73,um das Jahr 1250 genannt, und ßucelini fängt die ordentliche Reihedes Geschlechts mit dem Jahre 1290, in welchem Ilenricus nochlebte, an. In Preussen war Heinrich v. A. von 14831487 Pflegerzu Preuss.-Eylau, und von 14921495, sowie 1501 Pfleger zuTapiau, während derselbe von 14871490 als Oberster Companedes Hochmeisters und von 1495 1499 als Comthur zu Ilagnit vor-kommt, und Bertold v. A. wird von 15111513 als Pfleger derOrdensburg Orteisburg aufgeführt. Wie Freih. v. Ledebur (a. a, O.)vermuthet, ist der preuss. Zweig schon im 16. Jahrb. ausgegangen. Was den sächsischen Zweig anlangt, so stiftete denselben Bert-hold v. A., welcher gegen Ende des 15. Jahrhunderts aus Schwa-ben an den Hof des Kurfürsten Friedrich III. (des Weisen) vonSachsen kam und Ober-Mundschenk wurde. Der genannte Kurfürstbelehnte denselben, welchen er ausdrücklich seinen Schenken nennt,in seinem Testamente von 1517 mit den Gütern Commichau, Zschirlaund Zollwitz, welche durch den Tod des Hans v. Scheinberg demKurfürsten heimgefallen waren, und der Sohn des genannten Bert-hold, Berthohl II., brachte noch die Güter Hausdorf und Colhnenan sein Geschlecht. Von diesen Angaben, welche Manstein wohlaus guten Quellen gemacht hat, weichen Val. König und Gaullemehrfach ab. Erslerer sagt, ßerlhold 1. (George Berthold) sei Ober-schenke am Hofe des Kurfürsten von Sachsen, Johann des Bestän-digen, gewesen, habe von demselben Hausdorf erhalten und späterZschirla gekauft, Gauhe dagegen führt an, dass ßerthold (I.) durchdas Testament des Kurfürsten Friedrich III. von Sachsen Hausdorfbekommen, und der gleichnamige Sohn, Berthold (II.), Commichau,Zschirla und Zollwitz an sein Geschlecht gebracht habe, was hiernur angeführt ist, da Val. König und Gauhe noch jetzt die gewöhn-lichen Quellen sind, an welche sich Viele halten. Durch den En-kel Bertholds IL, Ilans v. A., wurde der Stamm in Sachsen, soviel bekannt ist, bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts fortgesetzt.Um diese Zeit, oder bald nachher, ist aber nach Allem auch inSachsen das Geschlecht erloschen.