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v. Niesemeuschel, auch Freiherren.
Im rotlien Schilde ein schwarzer, gebogener Adlersl'uss (Greifs-klaue) mit aufw.'irls nach der Rechten ausgebreiteten Klauen. Aufdem Schilde steht ein, mit einem von Roth, Schwarz und Goldgewundenen Wulste bedeckter Helm, welcher einen mit dem Adlers-fusse des Schildes belegten Pfauenschweif von fünf Federn trägt.Die Ilehndecken sind rechts colli und golden, links schwarz undgolden. — Abdrücke von Petschaften, von welchen einige auch denIlelm gekrönt zeigen, so wie Allianzsiegel, rechls mit v. Geissmar,Grafen v. Burghauss etc. — Sinapius, I. S. 676, und II. S. 843(der Hehn tragt den Adlersfuss des Schildes und auf der Rühredesselben steht ein Zepter, dessen Spitze eine Krone berührt, auswelcher ein Pfauenschweif hervorkommt. Die Farbe der llelmdeckenbat Sinapius nicht angegeben. Was übrigens den von Letzteremangeführten Ilelnischnnick anlangt, so scheint später derselbe ausserGebrauch gekommen zu sein, da Abdrücke von den bekannten Pet-schaften den Helmschmuck nur, wie oben angegeben, zeigen, d. h.wie derselbe im Wappen der Familie v. Tader, Thader [s. unten]angenommen ist). — v. Meding, I. S. 415 u. 416. — Gauhe, I.S. 1493 u. 1494. — Zedier, XXIV. S. 838 u. 839. — v. Hellbach,II. S. 171 : v. Niesemeuschel, Niesemeischel.
Preussen, Sachsen (früher). Altes, schlesischcs Adelsgc-schlecht, welches, wie Einige annehmen, von dem bühmischen Her-zoge Nizamislo abstammen und schon im Anfange des 13. Jahrhun-derts vorgekommen sein soll und aus welchem die alte schlesischeAdelsfamilie v. Tader (Thader), welche wohl um die Mitte des18. Jahrhunderts erloschen, hervorgegangen ist, wie denn auch dieeben genannte, schon 1404 vorkommende Familie nach Siebmacher,1. 67, Sinapius, I. S. 967, etc. das Wappen ganz so führte, wieoben das v. Niesemeuschelschc Wappen beschrieben worden ist. —Die hier in Rede stehende Familie v. Niesemeuschel ist durch Si-napius vom 15. und 16. Jahrhunderte an näher bekannt. Dieselbethcilte sich in die Häuser Reichenau im Saganschen, Strien undDittersbach im Wohlauschen und Gabel und Roinlen im Guhrau-schen, und Sinapius hat über die Sprossen dieser Häuser bis zuseiner Zeit die von ihm ermöglichten Nachweise gegeben, welcheN von Gauhe und Zedier benutzt worden sind. Ucber die späterengenealogischen Verhältnisse der Familie ist nichts aufzufinden, undauch das N. Preuss. Adelslexicon hat keine Nachrichten über das