315
gestanden haben. In der Nenmark, in welcher sie gegen Ende des18. und im Anfange des 19. Jahrhunderls mehrere Güter erwarb,kommt die Familie schon 1337 im Besitze des'Gutes Mellentin vor.Ein Zweig kam auch nach Schlesien und wurde im Liegnitzischenbegütert. Jetzt ist die Familie im Saatziger, Belgarder und Dram-hurger Kreise angesessen.
v. Meltzing (Melzing).
Im silbernen Schilde drei (2 und 1) rolhe, den ungarischenähnliche Mützen, deren Zipfel links gekehrt und mit einem anjeder Seite befestigten, einmal unterwärts geschlungenen, goldenenBande versehen sind. Auf dem Schilde steht ein mit einem roth-silbernen Wulste bedeckter Helm, welcher vier Straussenfedern,silbern, roth, silbern, rotli, trägt. Dieselben sind mit einer Mütze,wie die im Schilde, belegt. Die Helmdecken sind roth und silbern.— Abdrücke von Petschaften. — Wappenb. d. Kgr. Hannover, C.47 u. S. 10 (mit der Devise: In Silentio Et. In Spe. Die Beschrei-bung gieht die Wappenbilder als drei aufgeschlagene, hinten über-hängende, rolhe Mützen mit herabhängenden, verschlungenen Sturm-händern. Die Federn auf dem Helme sind silbern. Die zweiteund dritte Feder stehen über der ersten und vierten, und die ersteund zweite kehren sich rechts, die dritte und vierte links). — Sieh-macher, I. 181: v. Meltzing, Braunschweigisch (die Mützen sindlinks und die Zipfel rechts gekehrt. Auf dem gewulsteten Helmestehen sechs mit einer Mütze, wie die im Schilde, belegte, silberneStraussenfedern. Die „Declaration" nennt die Wappenbilder Hüte,und sagt ausdrücklich: die Federn alle weiss). — v. Meding, I. S.388 u. 389, beschreibt das Wappen, nachdem er einige alte Siegelangeführt, ganz so, wie oben angegeben worden ist, und sieht dannauf Siebmacher. Was die alten Siegel anlangt, so führt Pfel'ünger,I. S. 403, aus dem Archive zu Ebstorf! das Siegel des Jobannv. Meltsing von 1325 an. Dasselbe trägt die Umschrift: S. Johan-nis de Melcinge, und zeigt drei Bischofshüte „nebst behangenemRinge." In einem Pfeffingerschen Manuscripte war der Schild quergethcilt, ein Siegel von 1665 im Kloster-Archive zu St. Michael zuLüneburg ergab aber den Schild ungetheilt, und der Hehn trug eineMütze ohne Bund, oben mit fünf Straussenfedern besetzt. Dagegen