Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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Micrael, VI. S. 504, beschreibt das Wappen als einen schwarz-gelben Schach im Weissen zur Rechten, und zur Linken einenWeinstock mit Trauben und auf dem Helme drei Federbüsche auseinem Schach. Lubin giebt statt des Schachs einen geschach-ten, linken Schrägbalken an. Siehmacher, V. 166: Die Mellen-tine, Pommerisch (die rechte Schildeshälfte ist von Gold undSchwarz in sieben Reihen, jede von vier Steinen, geschacht. Inder linken Hälfte, deren Farbe nicht angegeben, ist eine Weinrebeaufgerichtet, an welcher rechts eine Traube und zwei Blätter, linksaber zwei Trauben hängen. Der Helm trägt ein Schächbret vondrei Reihen, jede von fünf Steinen, hinter welchem drei Straussen-federn hervorkommen. Die Farben des Schachs, der Federn undder Helmdecken sind nicht angegeben). v. Meding, II. S. 365ii. 366, nach Micrael und Siebmacher. Ein von ßagmihl mitge-theiltes altes Siegel der Familie, das des Joachim Mellentin von1468, zeigt die Weinrebe in der rechten, das Schach in der linkenSchildeshälfte. Auf dem Helme steht das Schach zwischen zweiPfauenwedeln. Gauhe, I. S. 1345. Brüggemarin, 1. S. 163. N. Preuss. Adelslexicon, III. S. 389: v. Mellenthin. Freih.v. Ledebur, II. S. 93: v. Mellenthin, Mellentin.

Preussen. Altes, pommersches, aus dem gleichnamigenStammhause auf der Insel Usedom stammendes Adelsgeschlecht,welches früher längere Zeit in zwei Linien, die ein Wappen führ-ten und daher wohl eines Stammes waren, vorkam: die eine dieserLinien wurde in Hinterpommern, namentlich im Saatziger Kreise,die andere im jetzigen Neuvorpommern, im Franzhurger Kreise,begütert. Letztere tritt mit Martin und Hennig Mellentin urkund-lich zuerst 1435 auf und lässt sich bis 1613 verfolgen, in welchemJahre die Gevettern Henning Mellentin zu Duvendike und HenningMellentin zu Santzebur vom Herzoge Philipp Julius mit ihren Lehn-gittern belehnt wurden. Weitere Spuren dieser Linie finden sichnicht vor. Die erstere Linie, die in Hinterpommern, kommtschon im 13. Jahrhunderte vor. In einer Urkunde Barnims 1.werden unter den Zeugen Hermannus de Melentin advocalus nosterunter den Rittern und demnächst noch ein Hermannus Melentinaufgeführt. Jochim Mellentin wird in einer Urkunde von 1460Canzler des Herzogs Otto genannt. Im 16. und 17. Jahrhundertestieg der Besitz dieser Linie in mehreren Theilcn Pommerns, unddieselbe blühte in vielen Gliedern fort, von welchen später meh-rere in Ii. schwedischen, so wie in k. preussischen Militairdiensten