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3 (1856)
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bringen. Die erstere Angabe scheint die richtige: es kommtnämlich, abgesehen von Anderem, 1428 ein Heinrich Leubnitz alsDomherr zu Meissen und als des Kurfürsten Friedrich zu SachsenNotarius und 1437 als Canzler vor. Von der Milte des 17. Jahr-hunderts an erwarb die Familie in der Lausitz bedeutenden Güter-besitz, wurde spater auch im Meissnischen und im Voigtlande an-gesessen und blühte durch das 18. Jahrhundert hindurch in zahl-reichen Sprossen, von welchen mehrere, wie Gauhc und v. Uechtritzergeben, in kursächsischen Hof-, Staats- und Militärdiensten zuhohen Ehrenstellen kamen. Im 19. Jahrhunderte nahm der Stamm,dessen Stammhaus der alte Besitz des Geschlechts Nieder- undMittel-Friedersdorf in der Oberlausitz geblieben war, an Sprossenimmer mehr ab und ging, so viel bekannt ist, nach den erstenDecennien dieses Jahrhunderts in der Lausitz aus. Im Voigtlandemuss derselbe nach einer Angabe des Freiherrn v. Ledebur, nachwelcher das Gut Börnsdorf 1840 der Familie gehörte, noch längergeblüht haben. Die in einer neueren Mittheilung über den gros-sen Gottfried Wilhelm Freiherrn v. Leibnitz aufgetauchte Vermu-tliung, dass derselbe vielleicht mit der hier besprochenen Familiein Verbindung gestanden, ergiebt sich schon durch das Wappendes Freiherrn v. Leibnitz (s. oben S. 288) als nicht begründet.

v. Leutsch.

Im von Silber und Grün quer getheilten Schilde ein ausgeris-sener, grünender Lindenbaum, dessen Stamm von natürlicher Farbein der unteren, grünen Schildeshälfte rechts, wie links, von einersechsblätterigen, silbernen Boso beseitet ist. Auf dem Schilde stehtein gekrönter Helm, welcher einen ganzen Pfauenschweif trägt. DieHelmdecken sind grün und silbern. Abdrücke von Petschaften,von welchen einige am Baume drei Wurzeln und fünfblätterigeBosen zeigen. Siebmacher, I. 153: Meissnisch (die Bosen wieoben angegeben, der Baum ist mit zwei Wurzeln ausgerissen undder Pfauenschweif zeigt sechs [3, 2 und 1] Spiegel. DieDeclara-tion" sagt: ein abgetheilter Schild, oben weiss, unten grün, darinein grüner Baum mit einem holzfarbenen Stamme, die Rosen weiss.Auf dem Helme eine gelbe Krone, darin ein grüner Pfauenschwanz,die Helmdecken grün und weiss). Sinapius", I. S. 592 (wie Sieh-