291
17. Mai 1784, in den erbländisch-österreichischen RiUerstand ver-setzt. Derselbe war, als k. k. Ratli und Ober-Stcucramls-Dircctorzu Prag, 22. Dec. 1763 (nach anderen Angaben 1774), in den Adel-stand mit dem Prädicate: Edler von, erhoben worden.
v. Lersner, auch Freiherren.
Schild quer getheilt: oben in Gold ein rechtsschreitender, dop-pelt geschweifter, rother Löwe mit erhobener, rechter Vorderpranke;unten in Blau ein silberner Pfahl. Auf dem Schilde steht ein miteinem von Gold, Roth, Blau und Silber gewundenen Wulste bedeck-ter Ilclm, aus welchem vorwärtssehend der Löwe der oberen Schil-deshälfte zwischen zwei blauen Bttflelshörnern aufwächst, von wel-chen jedes mit einem goldenen Querbalken belegt und in der Mün-dung mit einer, an der äusseren Seite aber mit drei silbernenStraussenfedern besteckt ist. Die Helmdecken sind rechts roth undgolden, links blau und silbern. — Abdrücke von Petschaften undhandschriftliche Notizen. — Siebmacher, I. 211: Die Lersner, Frank-furt a. M. adelige Patricier. — Kupferstich aus dem FrankfurterCalender mit der Umschrift: Friedr. Maxim, v. Lersner, der Röm.K. Maj. w. Rath, geb. 1736, kam in den Rath 1767, Schüff 1773,A. B. 1789 und 1798 (der Wulst ist von Silber und Blau gewun-den, der aufwachsende Löwe auf dem Helme sieht rechts, die Quer-balken der Hörner sind silbern, und die Hehndecken blau und sil-bern). -—- N. Geneal. Handb., 1777. S. 279, 1778. S. 332, undNaehtr., S. 153. — v. Ilellbacb, II. S. 31.
Frankfurt a. M. Altes, hessisches, aus Felsberg stammen-des Geschlecht, welches schon 1521 vom Kaiser Carl V. einen Wap-penbrief erhielt und 1681 in den rittermässigen, slifts- und turnier-fähigen Beichsadclstand erhoben wurde. Mehrere Glieder desselbenzeichneten sich in hessischen Diensten aus. Jacob Lersner, geb.1504, war Vice-Canzler, und der Bruder desselben, Heinrich Lers-ner, ein in der Geschichte seiner Zeit ausgezeichneter Mann, 1542Canzler. Der Solm desselben, Hermann, geb. 1534, gest. 1613,wurde 1579 in die altadelige Ganerbschaft des Hauses Alten-Lim-purg zu Frankfurt a. M. aufgenommen, welchem Hause die Nach-kommen noch jetzt angehören. Heinrich Ludwig v. Lersner, geb.1626, gest. 1696, und Philipp Ludwig v. Lersner, nebst den Söhnen
19 *