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Ueber die Erhebung in den Adelstand fehlen zuverlässige Nachrich-ten. Gubraüer, der neuere Biograph des grossen Leibniz, gieht an,dass Leibniz 1693 seinem Namen das Adelsprädicat hinzugefügthabe, und vermuthet, dass derselbe zwei Jahre vorher von demnachmaligen Kaiser Joseph I., welcher bekanntlich 1689 die unga-rische, und bald darauf die römische Königskrone empfangen hatte,geadelt worden sei: eine Vermuthung, welche wenig für sich hat,da, abgesehen von Anderem, um die genannte Zeit die kais. Stan-deserhöhungen vom Kaiser Leopold I. unterzeichnet worden sind.— Was noch das Wappen anlangt, so führt Zedier (a. a. 0., S. 1517)an, dass sich Leibniz, dessen Grossvaters Bruder, Paul v. Leibnitz,Hauptmann auf der Windischen Grenze in Ungarn, vom Kaiser Bu-dolph IL, wegen seiner Tapferkeit im Felde, mit einem besonderenWappen beliehen worden war, sich dieses Wappens nachmals gleich-falls beständig bedient habe, doch ist über dasselbe Weiteres nichtangegeben. Grotefend, welcher in Hannover von den Petschaftendes Freiherrn v. Leibniz viele Abdrücke gesehen hat, erwähnt übri-gens auch ein Pclschaft desselben, welches verschlungen die Anfangs-buchslaben des Namens: G. W. L., zeigt.
v. Leiner, Ritter.
Schild gelheilt durch einen schräglinken, blauen Balken, wel-cher mit drei unter einander stehenden, sechsstrahligen, goldenenSternen belegt ist. Oben (rechts) in Gold ein rechtssehender, ge-krönter, schwarzer Adler, unten (links) in Silber ein rechts gekehr-ter, rother Löwe. Auf dem Schilde stehen zwei gekrönte Helme.Der rechte Helm trägt einwärtssehend den Adler der oberen Scbil-dcshälfte und der linke einen offenen Adlcrsllug, dessen rechterFlügel von Both und Silber, der linke von Blau und Gold quergelbcilt ist. Zwischen beiden Flügeln schwebt ein sechsstrahliger,goldener Stern. Die Decken des rechten Helmes sind blau undgolden, die des linken roth und silbern. — Handzeichnung undhandschriftliche Notizen. — Megerle v. Mühlfeld, Ergänzungsband,S. 170: v. Leinner, und S. 357: v. Leiner. — v. Hellbach, II.S. 25.
Oesterreich. Johann Joseph v. Leiner, k. k. Gubernialrathin Böhmen und ständischer Deputirter, wurde vom Kaiser Joseph IL,