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sind klein. Auf dem grösseren Siegel, wahrscheinlich von eineinMetall-Petschafte, ist der Schild rund, mit Sehnitzwerk umgehenund mit einer alten königlichen Krone bedeckt. Der Rand desPetschaftes ist punktirt. Das kleinere Siegel ist von einem Ringe.Der Schild ist spanisch, von zwei unter dem Schildesfusse gekreuz-ten, die Rliilter nach aussen kehrenden Zweigen umgeben und miteiner siebenperligen Krone bedeckt. (Letztere, als dem zweitenDecennium des 18. Jahrhunderts angehörig, ist für die Sphragistiknicht ohne Interesse). — Zedier, XVI. S. 1517—1553. — v. llell-bach, 11. S. 34 (sagt nur: den gelehrten und berühmten GottfriedWilhelm Leihnitz, der zu Leipzig im Jahre 1640 [1646, s. unten]geboren wurde, machte Kaiser Carl VI. zum Baron und Reichs-hofrath).
Hannover. Der kurbraunschw. Geh. Justizrath und llislo-riograph Gottfried Wilhelm v. Leibniz wurde vom Kaiser Carl VI.,1711, in den Freiherrenstand erhoben. Ueber diese Erhebung giehtZedier (a. a. 0., S. 1534) an, dass v. Leibniz, als Kaiser Carl VI.zu Ausgange des 1711. Jahres (bekanntlich am 22. Dec. 1711) ge-krönt wurde, durch „Vorschrift" des Herzogs Anton Ulrich zu Braun-scliweig zum kaiserlichen Reichshofrathe ernannt und zugleich inden Baronenstand erhoben worden sei. — Gottfried Wilhelm Leib-niz wurde zu Leipzig, 21. Juni (alten Calenders) 1646, nicht, wieEinige angehen, 23. Juni, welches der Tauftag war, geboren undstarb zu Hannover, 14. Nov. 1716, als kurbraunschw. Geh. Justiz-rath, k. preuss. Geh. Rath, k. k. Reichshofrath, kais. russischer Geh.Justizrath etc. Derselbe war der Sohn des Professors der Moral ander Universität Leipzig M. Friedrich Leibniz und stammte aus derEhe mit Catharina Sclnnuckin. In den Taufregistern der St. Nicolai-Kirche zu Leipzig, in welcher Gottfried Wilhelm Leibniz am obengenannten 23. Juni 1646 getauft wurde, ist der Name Leibnützgeschrieben. Die Kirchenbücher der St. Thomas-Kirche zu Leipzigschreiben aber den Namen der Familie nicht nur Leibnütz, sondernauch Leibnitz und Leubnitz, und Leichenbegängnissschriften derUniversität Leipzig den Namen des Vaters Leipnitz und den derMutter Leihnütz. Im Archive der St. Thomasschule zu Leipzig istder Name des Vaters, welcher, vor seiner Anstellung an der Uni-versität, Collega III. der genannten Schule war, Leihnitz geschrieben.Gottfried Wilhelm Leibniz schrieb sich von 1668 an Leibnüz, spä-ter aber Leibniz und lateinisch Leihnitius. — Das Adels- und spä-tere Freiherrenprädicat hat Leibniz selten seinem Namen vorgesetzt,in- 19