Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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Gemse) mit offenem Maule und rother ausgeschlngencr Zunge;unten roth ohne Bild. Auf dem mit einem von Roth und Silberfünfmal gewundenen Wulste bedeckten Helme erhebt sich die auf-wachsende Gemse der oberen Schildeshiilftc. Die Helmdecken sindrot.li und silbern. Dorst, Allgem. Wappenb., II. S. 159 11. 160,nach dem Bestätigungsdiplome des alten Adels und Wappens von1594 (s. unten), in welchem das Wappen, wie folgt, beschriebenist:einen Schild übcrzwerch unterschieden und abgetheilt, dessenunterer Theil roth, oder rubinfarb, und der obere weiss, oder sil-berfarb, darinnen ein Vürdertheil eines Gemsen seiner natürlichenGestalt, vorwärts zum Sprunge gestalt mit offenem Maule, roth aus-geschlagener Zungen; auf dem Schilde ein Turniershelm, tu beidenSeiten mit roth oder rubin und weiss oder silberfarben Hehndecken,und darob einen gewundenen Bausch gezieret, daraus entspringetwiderum ein Vürdertheil einer Gemsengestalt wie im Schild bemel-det." J. F. Seidel, des Kohlischen Stammes Cron und Lohn,Budissin, 1670 Fol. J. G. Kneschke, de gente Kohliana, olimsplendidissima, Comment. I. et II., Zittaviac, 1805. N. Preuss.Adelslexicon, V. S. 278. Freih. v. Ledebur, I. S. 455 (giebt dieGemse im oberen Felde als abgekürzte Gemse).

Sachsen, Preussen. Die Gebrüder Augustin, Andreas, An-ton, Michael und Sebastian v. Khole erhielten vom Kaiser Rudolph IL,laut Diploms d. d. Prag, 28. Febr. 1594, für sieb und ihre Nach-kommen die Bestätigung des der Familie zustehenden, alten Adelsund Wappens. Altes, lausitzisches Adelsgeschlecht, welches schonvom 11. Jahrhunderte an bekannt ist, und früher Kohle, Kohl,Khole und Kholo, später Kohlo geschrieben wurde. Melchior v. K.soll, als Kaiser Lothar der Sachse Halle belagerte, zuerst die Mauerder Stadt erstiegen haben, und Sigismund v. I(. wurde vom KaiserFriedrich II. an den König Alphons II. von Arragonien gesendet, damiter für den Kaiser um die Hand der Tochter des Königs, Constantia,werbe, und führte letztere als Braut dem Kaiser zu. Wie Melchiorund Sigismund v. K., so kommen bis zu Anfange des 16. Jahrhun-derts mehrere andere Sprossen des Geschlechts theils als Kriegerim kaiserlichen Heere, theils im Gefolge der Kaiser vor, die späte-ren aber lebten meist den Wissenschaften, und Andreas v. K. undAnton v. K. kamen namentlich in kürbrandenburgischen Dienstenzu grossem Ansehen. Begütert erscheint die Familie zuerst inder Niederlausitz, in welcher derselben die Güter Kohlo oder Koh-law (im jetzigen Kreise Sorau und wohl das Stammhaus des Ge-is*