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3 (1856)
Entstehung
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urkundlich 1421 genannt wird. Von dem Sohne desselben, Nicol,stammte Sebastian (I.), kursächs. Rath, welcher zu seiner Zeit viel-fach mit kirchlichen Angelegenheiten betraut war, und aus dessenEhe mit Mechtilde v. Spiegel vier Sühne, Wolffgang, Christoph,Sebastian (II.) und Johann, entsprosslen. Wolffgangs Nachkommen-schaft verliert sich mit dem Enkel, Friedrich; Christophs Nach-kommenschaft erlosch mit dem Sohne, Sebastian (III.); Seba-stian (II.) vermählte sich mit einer Tochter aus der pommerschenFamilie v. d. Osten (Val. Ivünig nennt dieselbe Anna v. Ossa, Toch-ter des bekannten kursächs. Canzlers Melchior v. Ossa), erwarbWolckau in Pommern, und die Nachkommen desselben breitetensich in Pommern und der Mark-Brandenburg aus, sind aber späterausgegangen, und Johann, Herr auf Sitten und Kroptewitz, kursächs.Cell. Rath, pflanzte in Sachsen den Stamm fort. Von dem zweitenSohne desselben, Sebastian Friedrich, Herrn auf Sitten und Beucha,welcher kursächs. Appellations-, wie auch Ober-Consistorial-Präsidentund später Vice-Canzler war, stammte als zweiter Sohn Hans Hau-bpid, kursächs. Rath, Stifts- und Amtshauptmanu zu Würzen, Ober-hofgerichts-Assessor zu Leipzig etc., von dessen drei Sühnen derjüngste, August Friedrich, Herr auf Flüssberg, kursächs. Stifts-IIaupl-mann zu Würzen, den Stamm weiter fortsetzte. Näheres über dieeben kurz angedeuteten genealogischen Verhältnisse der Familie er-gehen Val. Ivünig und Gaulie, welcher Letztere seine Mittheilungenhandschriftlichen Angaben entnommen hat, und diese Angaben hatv. Uechtritz bis 1767 mehrfach fortgesetzt. Gegen Ende des 18. Jahr-hunderts und später hat der Stamm nur in einzelnen Gliedern fort-geblüht, Uber welche genaue Nachrichten fehlen.

Das oben erwähnte aus dem kursächsischen Reichsvicariatevom Jahre 1790 sich herschreibende Wappen erhielt Thomas ErnstKotteritz, kursächs. Gesandtschafts-Secretair am kön. preussischenIlofc, welcher laut Diploms d. d. Dresden, II. Sept. 1790, denAdelstand erlangte. Derselbe wurde 1797, als kursächs. Legations-Rath, Resident zu Frankfurt a. M.

v. Kohlo (Khole).

Schild quer getheilt: oben in Silber der Vordertheil einerrechts gekehrten Gemse von natürlicher Gestalt (eine aufwachsende