273
richten aus Kirchenbüchern von 1658—1767. — v. Hellbach, I.S. 681. — N. Prcuss. Adelslexicon, III. S. 145 (mit der eigen-thümlichen Angabe, dass die Wölfe ein grünes Blatt zwischen denZähnen hielten). —• Freih. v. Ledebur, I. S. 470 (giebt, unter Be-zugnahme auf Siebmacher, I. 151, als Wappenbild einen Fuchs an).
Das im kursächsischen Reichsvicariate, 1790 (s. unten), ver-liehene Wappen zeigt einen von Gold und Roth geschachten Schild,durch welchen ein schrägrechter, silberner Balken gezogen ist. DerBalken ist mit einem nach der rechten Seite springenden Wolfebelegt, durch welchen in der Mitte von unten nach oben ein Schwertmit goldenem Griffe, dessen Griff theilweise in das untere, die Spitzeaber in das obere Schach reicht, schräglinks gestochen ist. Auf demSchilde steht ein gekrönter Helm, welcher vier schwarze Hahnen-ledern, von welchen zwei sich rechts, zwei links kehren, trägt, undvor diesen Federn springt ein mit einem Schwerte von oben nachunten schräglinks durchstochener Wolf nach der rechten Seite. DieHehndecken sind rechts silbern und golden, links roth und golden.— Abdrücke von Petschaften und handschriftliche Notizen. — Ty-rofl', 1. 182. — Wappenh. <1. Sächs. Staaten, IV. 55.
Sachsen. Altes, sächsisches Adelsgeschlecht, welches nachPcccenstein in Meissen von den Zeiten des Kaisers Friedrich I. Bolh-bart, ungefähr von 1186 an, vorgekommen ist, während Andere dasVorkommen der Familie schon in die Zeit des Kaisers Heinrich 1.gesetzt haben. Der Ursprung der Familie liegt im Dunkel der Vor-zeit, und es ist ungewiss, ob dieselbe eine eingeborene meissnischeFamilie, oder, wie Einige annehmen, aus Böhmen nach Meissen ge-kommen sei. Eben so ist das eigentliche Stammhaus des Geschlechtsnicht genau anzugeben: man nimmt das Gut Kötteritzsch, unweitColditz, oder, nach Knauth, Sitten bei Leissnig als Stammhaus an.Wahrscheinlich ist Kötteritzsch das eigentliche Stammhaus, doch hatsich später die Familie, namentlich aus dem Hause Sitten, ausge-breitet und ist im 16. Jahrb. auch nach Pommern und der Mark-Brandenburg gekommen. Der Name des Geschlechts kommt mehr-fach vom 14. Jahrhunderte an vor. Bcrthold wird 1318 in einerUrkunde des Klosters Heussdorff als Sacerdos aufgeführt; Hermannund Hans v. Külteritz aus dem Hause Sitten wohnten 1354 unterHeinrich Grafen v. Hohenstein der Eroberung des RaubschlossesElsterberg im Voigllande bei, und urkundlich kommen Friedrich1362, Hans 1371 und Johann 1377 vor. Die fortlaufende Stamm-reihe beginnt mit Dietrich v. Kotteritz, Herrn auf Sitten, welcher
III. 18