251
Besitzungen liegen im Lippeschen und in I'reussen iii den Provin-zen Westphalen und Sachsen.
v. Kessinger.
Schild golden eingefasst und quer gelheilt: oben in Grün einaufwachsender, rechtsspringender, weisser Hirsch mit zehnendigemGeweihe; unten in Silber zwei ins Andreaskreuz über einander ge-legte, oben und unten abgehauene und auf beiden Seiten zweimalgeastete Ilolzstücke von natürlicher Farbe. Auf dem Schilde stehtein, mit einem von Grün und Silber fünfmal gewundenen Wulstebedeckter Ilelm, welcher zwei silberne Hirschhörner, jedes mit sechsEnden, trügt. Die Helmdecken sind grün und silbern. — Nachdem Diplome und nach Abdrücken von Petschaften. — Tyrolf, I.170 (die goldene Schildeseinfassung ist nicht angegeben, und derWulst von Silber und Grün fünfmal gewunden).
Sachsen. Johann Christian Kessinger, Herr auf Oppitzschim Amte Oschatz, kursüchs. Holzverwalter zu Grödel etc., wurdeim kursächsischen Reichsvicariate, laut Dipl. d. d. Dresden, 31. Juli1790, in den Reichsadelstand erhoben. — Die Familie erwarb spä-ter auch anderen Besitz, und Glieder derselben standen und stehenin der kön. sächsischen Armee.
v. Ketteier (Kettler), Freiherren.
Im silbernen Schilde ein rother Kesselhaken von drei Gelen-ken, welcher so zusammengeschlagen ist, dass die Zacken nachrechts und unten stehen und der Haken, unten im Schilde, recht?gekehrt ist und in das erste Gelenke, welches doppelt und linksgekehrt erscheint und den Ring bildet, hineinfasst: der Kesselhakennimmt somit die Gestalt eines auf der Spitze stehenden Dreiecksoder Spickeis an, dessen beide Seitenwände ausgebogen sind. Aufdem Schilde steht ein gekrönter Hehn, welcher zwei breite, obenspitz zulaufende Federn trägt, von welchen die rechte rolli, dielinke blau ist, und zwischen welchen ein kleiner, spanischer, sil-berner Schild mit dum beschriebenen rothen-Kesselhaken schwebt.