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Balkens und der Rosen verwechselt, der Balken war rolh, die Ro-sen blau, der Helm gewulstet und die Ilelmdecken rotli, blau undgolden; eine alte Zeichnung mit dem Namen Cassenbrogk zeigteeinen schwarzen Balken, rothe Rosen und einen gekrönten Helm,und v. Westphalen, Monum. inedita, I. p. 5, ergiebt einen, mit dreisechshliitterigen Rosen belegten Querbalken. — Tyroff, I. 51: Frei-herren v. Kerssenhruch (Schild und Helinschmuck, wie oben; aufdem Schilde steht eine fitnfperlige Krone, der Helm ist mit einemvon Blau, Rolh und Gold siebenmal gewundenen Wulste bedeckt,und die Helmdecken sind blau und golden). — Siebenkees, I. S. 19u. 20. — Gauhe, I. S. 982—984. — N. Geneal. Handb., 1778. II.Nachtrag, S. 14 u. 15. -—- v. Hellbach, I. S. 647. — N. Preuss.Adelslexicon, III. S. 97 u. 98. — Freih. v. Ledebur, I. S. 425.
Hannover, Preussen. Altes, westphalisches, aus der Graf-schaft Ravensberg stammendes Adelsgeschlecht, welches schon im14. Jahrhunderte in Westphalen und im Osnabriickschen begütertwar, von 1466 an urkundlich mehrfach vorkommt und auf verschie-dene Weise, nämlich: Kersenbroeik, Iversenbruck, Kerstenbruck,Kärsenbi'uck, Kerssenhruch, Kassebrock etc., geschrieben wurde.Die Familie schied sich im 16. Jahrhunderte in zwei Linien: indie katholische und in die evangelische. Die katholische Linie,welche erloschen ist, breitete sich namentlich aus dem alten Sitzedes Geschlechts, dem Schlosse Brinke (Ilaller Kreis, Regierungsbez.Minden), welches wohl das Stammhaus der Familie ist, aus, undmehrere Sprossen dieser Linie haben in den Hochstiften Paderborn,Osnabrück, Hildesheim etc. hohe geistliche Würden erlangt. Rem-pertus v. Kerssenbrock war 1549 Bischof zu Paderborn, und Fer-dinand, Heri' auf Brinke, 1738 Dompropst und Senior zu Osnabrück.— Nach Erlöschen des Mannsstammes der katholischen Linie, derFreiherren v. Kerssenbrock zu Brinke, wurde durch testamentarischeBestimmung der jedesmalige zweite Sohn der Familie der Grafenv. Korff-Schmising, Besitzer des Kerssenlirockschen Fideicommisscs,unter gleichzeitiger Annahme des Kerssenbrockschen Namens undWappens. So sind die Grafen v. Schmising-Kerssenbrock oder dieGrafen v. Korff-Schmising, genannt Kerssenbrock, entstanden, überwelche sich Näheres in den deutschen Grafenhäusern der Gegen-wart, IL S. 401 u. 402, liudet. Das Wappen derselben ist folgen-des: Schild geviert: 1 und 4 in Roth eine goldene Lilie (Korff-Schmising); 2 und 3 in Gold ein schrägrechter, blauer, mit dreirothen, golden besaamten Rosen belegter Balken (Kerssenbrock).