Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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164
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v. Ginsheim, Freiherren.

Im blauen Schilde ein sitzender, vorwärtssehender, mit. einerKönigskrone gekrönter, goldener Löwe, welcher den Schweif hintennach rechts in die Höhe hehl, so dass derselbe neben dem Kopfeaufschlägt. Ucr Löwe umfasst mit jeder^ Ilinterpranke einen ge-krönten Delphin von natürlicher Farbe, welcher so gekrümmt ist,dass Kopf und Schwanz auswärts gekehrt sind, und mit den bei-den Vorderpranken ergreift der Löwe die Kronen der Delphine. Aufdem Schilde wiederholt sich der beschriebene Löwe mit den beidenDelphinen, lind zur rechten, wie zur linken Seile desselben stehtein offener Turnierhelm ohne Schmuck, welchen der Löwe mit derbetreffenden Ilinterpranke an sich zieht. Die Decken beider Helmesind schwarz und golden. Bei Erhebung in den Freiherrenstandist das Stainmwappen, falls dasselbe nicht schon früher verändertworden ist, ganz verändert worden. Das ursprüngliche Stainmwap-pen giebt Siehmacher, V. SO: v. Ginsheimb zu Schwindach, Baye-risch, wie folgt: im goldenen Schilde eine rechtssehende, nachrechts gekrümmte, schwarze Schlange mit einem Drachenkopfe.Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, welcher, zwischen zweivon Gold und Schwarz mit gewechselten Farben quer gelheiltenBüffelshörnern, die Schlange des Schildes trägt. Die Ilelmdcckensind schwarz und golden. Wappenb. d. Kgr. Bayern, III. 6.v. Wölckeru, 3. Abth. S. 15. v. Hefner, II. 33 u. S. 36. Der-selbe giebt auch das Stammwappen und führt an, dass ältere Be-schreibungen das Wappenbild einen gekrümmten, schwarzen Nessel-wurm nennen. Derselbe wiederholt sich auf dem Helme zwischenzwei silbernen ßüffelshürncrn. v. Lang, S. 132. v. Hellbach,I. S. 429. Geneal. Taschenb. d. freih. Häuser, 1854. S. 174 u.175 (nennt die Delphine einfach Fische), und 1856. S. 222.

Bayern. Johann Maximilian Christoph v. Ginsheim, kurbayer.Truchsess, geistlicher llath und IIof-Kammerrath, erhielt vom Kur-fürsten Carl Albert von Bayern (nachmaligem Kaiser Carl VII.),26. März 1740, den Freiherrenstand. Derselbe stammte aus einemalten bayerischen Geschlechte, dessen Ahnherr um 1525 bei demHerzoge Ludwig von Bayern Silber-Kämmerer, und aus welchemPhilipp Jacob v. Ginsheim hei dem Kurfürsten Ferdinand Mariavon Bayern (16511679) Vice - Stallmeister war. Nach v. Heinersoll die Familie, welche schon zu Ende, des 16. Jahrhunderts zuSchwindach sesshaft war, aus dem Markte Isen stammen. Vom