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kam an einem kurzen, grünen Stengel ein grünes Kleeblatt zumVorschein, welches sich über den Stiel der Rose wegbeugte undkrumm gegen die rechte Seite kehrte. Der Helm war gekrönt undtrug neun neben einander stehende Pfauenfedern, rechts drei grüne,in der Mitte drei silberne und links drei rothe. — In dem, vonv. Meding oft citirten Kupferstiche zur Leichenpredigt des G. F.Freih. v. Spürcke sind die Farben des Schildes und die Lilien diegewöhnlichen, der Querbalken ist aber blau, auf demselben liegtein umwundener, genauer nicht zu erkennender Stab, und der miteinem roth-silbernen Wulste bedeckte Hehn trägt drei Straussen-federn, roth, blau, grün. Noch sab v. Meding auf einem Stamm-baume, anstatt der Kleeblätter, über dem silbernen Querbalken fünfim Aufbrechen begriffene, rothe Rosen, und auf dem Helme siebenStraussenfedern, zwei schwarze, drei silberne und zwei rothe. Auchergeben die Zusätze zu dem v. Medingschen Werke, III. S. 826,dass auf dem in der Burgkirche zu Braunschweig befindlichen Lei-chensteine der Frau v. Kragen vom Jahre 1720 der Querbalken imSchilde mit zwei, die Stiele rechts kehrenden Kleeblättern belegt ist.Der gewulslete Helm trägt neun Pfauenfedern. — Pfeffingen I. S.492. — Gaulie, I. S. 650. — v. Ilellbach, I. S. 429. — Freih.v. Ledebur, I. S. 260 (beschreibt das Wappen, wie folgt: im rötlichFelde drei silberne Lilien, zwei über, eine unter einem mit zweiKleeblättern belegten silbernen Querbalken, giebt sonach dasselbeso, wie sich das Wappen am Leichensteine der Frau v. Kragen[s. oben] findet).
Hannover. Altes, lüneburgisches Adelsgeschlecht, des-sen gleichnamiger Stammsitz unfern des Einflusses der Leine indie Aller liegt und welches, wie in braunschweigischen Urkunden,so auch in mindenschen vorkommt. Gaulie gab schon 1740 dieFamilie als ein altes, abgestorbenes Adelsgeschleclit in Niedersachsen,wo dasselbe zu Langenwedel die Burgmannschaft und das Stamm-haus Gilten unweit Walsrode besessen habe, und setzt hinzu, dassdie Familie sich schon unter König Erich XIV. von Schweden (1560—1569) in Schweden ausgebreitet habe und dass Sprossen dersel-ben in dem genannten Königreiche zu den höchsten Ehrenstellengelangt wären. — Was übrigens das Erlöschen der Familie anlangt,so hat Gaulie mit seinem Gewährsmanne geirrt, denn der Manns-stamm des Geschlechts ist erst in der Person des LandcommissarsChristian Burchard Thomas v. Gilten, 18. März 1775, ausgegangen.
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