Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
Seite
162
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_1G2v. Gilten.

Im rotlien Schilde ein silberner Querbalken, welcher mit fünfgrünen Kleeblättern so besetzt ist, dass die Stiele derselben aufdein Balken stehen. Ueber den Balken sind zwei silberne Lilienneben einander gestellt und zwar die rechte etwas schrägrechts,die linke dagegen schräglinks, und unter dem Balken steht in derWitte, nach dem Schildesfusse zu, eine dritte derartige Lilie. Aufdem Schilde erhebt sich ein, mit einem roth-silbernen Wulste be-deckter Helm, welcher neun nach links gekehrte Birkhahnsfedernträgt. Die drei ersten, rechts stehenden Federn sind grün, diedrei mittleren silbern und die drei letzten, links stehenden roth.Die Ilelmdecken sind roth und silbern. Wie beschriehen, wurdenach handschriftlichen Angaben und nach Lackabdrücken von Bot-schaften das Wappen im 18. Jahrhunderte geführt, und mit dieserBeschreibung stimmen die Annahmen v. Medings, 1. S. 185, überdas von dem Geschlechte zuletzt geführte Wappen überein, nurgieht v. Mcding die schräge Stellung der beiden Lilien über demBalken nicht an, und sagt, dass der Balken, doch seltener, auchmit sechs grünen Kleeblättern besetzt sei. Was ältere Wappen derFamilie anlangt, so ist, so viel bekannt, v. Meding, I. S. 184 u.185, der einzige Schriftsteller, welcher mehrfache Auskunft erlheilt.Das älteste Wappen der Familie, welches derselbe sah, war einWappen von 1528 mit dem Beisätze: v. Gilten lom Kalenbroke,und zeigte einen rolhen Schild mit einem silbernen Querbalken,auf welchem ein dünner, runder Stab quer lag, um welchen dieStiele von drei grünen Kleeblättern sich so wanden, dass die Klee-blätter seihst über den Stab hervorragten. Im Schilde standen dreisilberne Lilien, zwei über und eine unter dem Balken. Auf deinHelme lag ein Wulst, welcher mit einem, die Sachsen rechts keh-renden Adlersflügel ohne Tinctur besetzt war. Einen anderenllclmschmuck zeigte das v. Döringsche Wappenbuch. Wahrschein-lich sollten es vier Federn, silbern, schwarz, blau, grün, sein, dieaber vier gestürzten Pfeilspitzen nicht unähnlich waren. Ein altes,in Farben gemaltes Wappen setzte die Lilien so, dass die beidenoberen schräg in die beiden Oberwinkel des Schildes gelegt waren.Der Querbalken war schwarz und silbern eingefasst und mit fünfneben einander stehenden, sich etwas rechts kehrenden hellrothenBosen an langen, aufrecht stehenden, grünen Stielen so besetzt,dass letztere ersleren nur berührten. Neben jedem dieser Stiele