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Sinapius, I. S. 381—386. — Gauhe, T. S. 667 u. 608. — v. Hell-Jiacli, I. S. 413. — v. Lang, S. 346 u. 347. — N. Preuss. Adels-lexicon, If. S. 220 u. 221. — Freih. v. Ledebur, I. S. 250.
Preussen, Bayern. Altes, sclilcsisches Adelsgcschlecht,welches von der ebenfalls schlesischen Adelsfamilie: v. Geislcr undPoblsdorf, welche ein ganz anderes Wappen (s. Sinapius, I. S. 385,v. Meding, 11. S. 185 u. 186, und Freib. v. Ledebur, I. S. 250)führte, wohl zu unterscheiden ist. — Aus der hier in Rede ste-henden Familie war Thomas Giseler (Giselher) 1288 Canouicus zuBreslau, und D. Georg v. Geisler aus dem Ilause Ober-Stohnsdorfstarb 1432 als Dompropst zu Liegnitz und Domherr zu Olmützund Glogau. Vom 15. Jahrhunderte an erwarb die Familie inSchlesien bedeutenden Grundbesitz. Zu dem iiitesten Besitze ge-borte das genannte Ober-Stohnsdorf im Kreise Hirschberg und Bie-lau im Kreise Goldberg-IIeinau. Im 16. Jahrhunderte gelangte dasGeschlecht nach Böhmen, wo dasselbe den Freiherrenstand erlangte,1608 aber wieder ausging. Nach Sinapius sollen die böhmischenFreiherren sich schon v. u. zu Deining geschrieben haben. Nachv. Lang (a. a. O.) kommt Hans Caspar v. Geislcr, Stadthauptmannzu München, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts als adeligerGutsbesitzer der Ilofmark Deining- und Leitenhach in der Oberpfalzvor. Derselbe besass seit 1612 diese Hofmark, verkaufte sie aber,mit Vorbehalt des Prädicats, 1633 an einen v. Löwenlhal. VierUr-Urenkel desselben waren in die Adelsmatrikel des KönigreichsBayern eingetragen: die Gebrüder Carl Joseph v. Geisler, geb. 1765,k. bayer. Siegelbeamler in Amberg, Joseph Sebastian, geb. 1771,k. bayer. Ober-Lieutenant, Johann Nepomuk, geb. 1773, k. bayer.Bentbeamter zu Schönberg, und Martin Anton, geb. 1779, Gehilfs-Priester zu Schondorf. Nach der Angabe des Wappenb. d. Künigr.Bayern haben dieselben das freiherrliche Wappen geführt. — InSchlesien ist die Familie noch im Anfange dieses Jahrhunderts undspäter in der preuss. Rheinprovinz vorgekommen, wie es scheint,ohne sich, wie in Bayern, des Freiherrenprädicats zu bedienen.
v. Geisweiler auf Roggenbach, Freiherren.
Schild der Länge nach gethcilt: rechts von Blau und Goldquer gethcilt mit einem aufrecht gestellten, einwärts gekehrten,