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Reichcnstein, die Freiherren v. Droste zu Padberg und die Frei-herren v. Droste zu Senden gehören. Die Familien des zweitenStammes fuhren bekanntlich im rothen Felde einen silbernen Schildund auf dem gekrönten Helme zwei Biiffelshörner ohne Mündung,von welchen das rechte rotli, das linke silbern ist. — Was nundie Familie v. Droste zu Hülsholf anlangt, so ist der ursprünglicheName derselben v. Deckenbrock, und zwar von dem der Familienoch jetzt zustehenden Gute Deckenbroek bei Münster. Bernhardv. Deckenbroek kommt urkundlich schon 1209 vor. Der MaineDroste, liach den oben mitgelheilten Angaben ein Atntsname, wurdeim 13. und 14. Jahrhunderte angenommen, weil die Familie dasAmt eines Drosten oder Truchsess bei dem Domcapitel zu Münsterbekleidete. Zuerst kommt mit dieser Würde Bernhards Urenkel,Engelbert II., 12(30 vor. — Von den Nachkommen kaufte Jo-hann (III.) 1117 das Gut Ilülshoff unweit Münster, nach welchemsich die Familie nun nannte. Von den drei Söhnen dieses Johannwurde Johann (IV.) der Stifter der noch jetzt blühenden Hauptliniczu Hülsholf, und Alhard der Gründer der Hauptlinie zu Uhlenbrockmit ihren Aeslen zu Hollenbek, Hofe und zu Zützen in der Nieder-lausitz, welche sämnitlich im Mannsstamme wieder erloschen sind.— Der Besitz der Familie in Westphalen wurde im Laufe der Zeitansehnlich, und dieselbe kam auch nach Cur- und Liefland, so wienach Preussen, wo dieselbe, 30. Juli 1704, ein Anerkennungsdiploindes alten Adels erhielt. — Die Familie zerfällt jetzt in die ältereLinie zu Hülsholf und in die aus ihr stammende jüngere Linie zuStapel. Aus der älteren Linie zu Hülsholf, welche als Wappen dasoben beschriebene Stammwappen unverändert führt, wurde ClemensAugust (I.), gest. 1798, münsterscher Rittmeister, venu, mit MariaBernhardine Freiin v. d. Reck zu Steinfurth, der Stammvater derNebenlinie v. Kerkering zu Stapel. Der jüngere Sohn desselben,Ernst Constantin, gest. 1841, welcher 1801 als Domherr zu Mün-ster resignirte, vermählte sich nämlich 1801 mit Maria TheresiaFreiin v. Kerkering zu Stapel, und wurde durch diese VermählungHerr der Güter Stapel, Brock, Giskinek, Sentmaringen, Grevinghof,Soest, Gctter, Landegge und Buxfort. Da nun derselbe als Besitzerder genannten Kerekeringschen Güter das Wappen der alten west-phälischen Adelsfamilien v. Kerkering und v. Bock fortzuführenhatte, so wurde die kaiserliche Bestätigung nachgesucht, woraufKaiser Franz IL, (3. Febr. 1802, der jüngeren Linie zu Stapel dasoben beschriebene Wappen ertheilte und dieselbe zugleich, mit dem