Druckschrift 
3 (1856)
Entstehung
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Oesterreich. Anton Hyacinth Aymard v. Argensol, k. k.Oberst, wurde von der K. K. Maria Theresia, 10. März 1764, we-gen alt-ritterlichen Herkommens und 30jähriger Militairdienste, inden erbländisch-österreichischen Freiherrenstand erhoben. Altes,ursprünglich aus der französischen Provinz Orange (südliche Pro-vinz in Osten) stammendes Adelsgeschlecht, dessen eigentlicherName: Aymard ist. Balthasar v. Aymard, ein Solm des Johannv. A. aus der Ehe mit Catharine v. Vedville, lebte um 1612 undwar mit Antonie v. Granjat vermählt. Aus dieser Ehe entsprossJacob Heinrich v. A., verm. mit Catharina v. Estival, und von dem-selben stammte Jacob v. A., kön. Richter der Provinz Orange, des-sen Gemahlin Margaretha Therese Lopes de la Fare war. Von vierSöhnen aus dieser Ehe wurde der oben genannte, dritte Sohn,Anton Hyacinth v. A.-Argensol, der Stammvater der Freiherren A.v. A. Derselbe wurde 1770 zum k. k. w. Kämmerer ernannt undpflanzte, in der Ehe mit Maria Antonie Gräfin v. Waldstein, denMannsstamm durch den Freiherrn Franz Ludwig, geb. 1762, fort.

Ayrer v. Landseck.

Schild geviert: 1 und 4 in Schwarz ein rechts gekehrtes, hal-bes rothes Reh, welches schrägrechts von einem Pfeile so durch-schossen ist, dass das Gefieder nach oben und rechts, die Spitzenach unten und links steht; 2 und 3 in Gold ein rechts gekehrter,weisser Vogel (Papagei oder Taube) mit llalsbande und aufgehobe-nen Flügeln. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, welcher dashalbe Reh des 1. und 4. Feldes mit dem Pfeile in der Brust trägt. DieHelmdecken sind rechts schwarz und golden, links silbern und rolh.

Siebmacher, IV. 20: Die Ayrer v. Landsegg. Die hier ange-führte Abbildung ist die einzige bekannte des 1610 (s. unten) ver-mehrten Wappens, doch ist die Angahe der Tincturen mehrfach inFrage zu stellen, auch sind die Wappenbilder nicht ganz deutlich.

Das Wappen vor der Vermehrung, vom Jahre 1561 (s. unten)giebt Siebmacher, II. 163: Ayrer, Nürnbergisch, auch findet sichdasselbe in den Suppl. zu Siebm. Wappenb., XII. 4. Im rothenSchilde und auf dem gekrönten Helme steht ein halbes, goldenesReh, in welches schräg ein gefiederter Pfeil eingeschossen ist:Spitze und unterer Theil des Pfeiles sind nicht zu sehen. Sieh-