Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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Kl

Leicht könnte es später mehrfach vorkommen, dass ich in meinenSchriften Angaben machte, welche sich auch in den Verlagsartikelnder genannten Firma finden, und so verwahre ich mich denn allesErnstes hiermit davor, dass man nicht gleich im ersten Augenblickemeine, dass ich diese Angaben den Arbeiten der Herren Gelehrtender genealogischen Taschenbücher entlehnt habe. Die Quellen,welche diesen Herren lliessen, fliessen wohl auch mir: man be-denke die grossen, allbekannten Verbindungen der Firma, welchemeine Schriften verlegt, und man werfe einen vorurteilsfreienBlick in meine Arbeiten. Ich hoffe, dass man finden wird, dasses mir an Unterstützung von Kennern und Freunden der Wissen-schaft und aus den Familien nicht fehlt.

Die Angaben in der Augsburger Allgemeinen Zeitung warendrittens ich sehe nur auf mich eben nicht zart. In einemfür das grössere Publikum berechneten Artikel stellte man die An-gaben dessen, welcher jeder Zeit von den genealogischen Taschen-büchern mit der, der Wissenschaft eigenen Humanität gesprochenhat, so hin, wie man sonst Plagiate zu beweisen sucht, ja man warsogar so giiLig, meinen vollen Namen in die nächste Nähe der aus-gehobenen Stelle zu bringen. Ich würde ein solches Gebahren mirnicht erlaubt haben.

Endlich war viertens die Entgegnung der Firma Justus Perthesin Bezug auf mich kaum klug. Die Redaction der genealogischenTaschenbücher arbeitel, wie ich, auf einem nicht sehr ebenen Felde,auf welchem wir vielfach straucheln müssen und ein rücksichtslo-Aufdecken unserer Fehler und ein solches Aufdecken, welchessich übrigens bisweilen auf sehr ehrenwerthe Gründe stützen kann,kommt hin und wieder doch vor kann den Verlegern unsererSchriften mehrfach nicht gleichgültig sein. Ich, der ich die genea-logischen Taschenbücher so ziemlich kenne ich habe ja diesel-ben benutzt konnte ja auch weniger Rücksichten nehmen, alsich zu nehmen gewohnt hin und, beleidigt, anders verfahren, alsich verfahre. Ich werde jedoch stets bei meiner Weise bleiben,und aufrichtig freue ich mich heute, dass ein langes Leben vollMühe mich gelehrt hat, dass verzeihen besser und angenehmer sei,als beleidigen. Ich sehe der Firma Justus Perthes nach, dass ichbeleidigt worden hin, beleidigt an einem Orte, welcher nach mei-nem Dafürhalten, da es sich um Angaben einer kritischen Zeitschrifthandelte, nicht der passende war, beleidigt in einer Form, welcheich nicht verdient habe.