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2 (1855)
Entstehung
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Schilde zwei silberne Schlüssel und auf dem gekrönten Helme zwi-schen zwei rothen Büffelshörnern einen dritten Schlüssel [s. oben:Val. König und EstorJ. Allerdings kommen in Sammlungen altereSiegel mit diesem Helmschmucke, so z. B. das Gerichtssiegel vonLützschena, vor. Der Schlüssel steht mit dem Ringe auf demHelme und der Bart ist rechts gekehrt, doch ist der Schild eben-falls in die Länge getheilt).

Preussen, Sachsen, Oesterreich. Altes, sächsischesAdelsgeschlecht, welches, nach Familienüberlieferüngen, vandali-schen Ursprungs sein soll. Im 8. Jahrhunderte licss sich, so wirderzählt, ein vandalischer Edler in der Lausitz nieder, erbaute dasStanimgut Steinkirch und wurde mit der Obhut des nördlichenTheiles des Queiskreises betraut, während um dieselbe Zeit einanderer Bitter vandalischer Abkunft aus dem Gefolge der Herzögevon Böhmen die Ohlmt des. südlichen Theiles des genannten Krei-ses erhielt. Die Nachkommen des Letzteren erbauten Schwerta etc.Da die Geschlechtsurkunden grösstenteils 1527 mit dem SchlosseSchwerta ein Raub der Flammen wurden, so kann man sich nurdaran halten, dass historisch feststeht, dass Johann v. U., faeige-nannt von der Steinkirche, ein edler Bitter, 1301 Bürgermeisterder Sladt Lauban war, und dass diese Stadt, weil die Familiev. Uechlrilz wesentlichen Anteil an ihrer Erbauung gehabt hat,als Stadtwappen das v. Uechtritzsche Wappen führt. Die Fami-lie erwarb in der Lausilz, Mark Brandenburg, Sachsen, Thüringen,Schwaben etc. bedeutenden Grundbesitz und schied sich in vierHauptlinien, die Fugaische , Gebhardsdorf - Ober - Schwertaische,Nieder-Schwertaische und Osterholz-Rauenthalische. Erstere blühtnoch, die zweite erlosch 1632, die dritte 1638 und die vierte1767. Das Fideicommiss Gebhardsdorf hatte mehrere Processeveranlasst, doch wurden 1795 die Verhältnisse desselben definitivausgesprochen, v. Lang, S. 575, fand in die Adelsmatrikel desKönigreichs Bayern den Erb- und Gerichtsherrn auf GebhardsdorfErnst August v. U., geb. 1754, k. bayer. pens. Oberst, eingetragen.Später stand dieses Fideicommiss dem k. sächs, Ober-Kammerherrnund Geh. Halbe Emil v. U. zu, von dessen Söhnen Alhrecht Sig-mund in kön. preussische Civildienste trat, Franz Carl Emil undFriedrich August aber in der k. k. Armee dienten. Von der inder Lausitz und Schlesien reich begüterten Familie v. Uechtritzund Steinkirch, welche sieb in die Hauptlinien Steinkirch undHolzkirch mit mehreren Nebenlinien schied, haben zahlreiche Glie-