Franz Freiherrn v. Sternbach, Carl, geh. 1801. — Die Familie istin Bayern begütert.
v. Stieglitz.
Schild der Länge nach getheilt: rechts in Gold ein auf einemunten aus der Thcihingslinie hervorkommenden, grünen Strauchesitzender, nach rechts sehender Stieglitz, und links in Silber einauf einem grünen Hügel aufrecht stehender, linkssehender, gekrön-ter, rother Adler mit ausgebreiteten Flügeln, welcher im Schnabeldrei blaue Blumen trägt. Auf dem Schilde steht ein gekrönterHelm, aus welchem, zwischen einem offenen, von Silber und Roth,mit gewechselten Farben, quer getheilten Adlerstluge, ein im Ell-bogen nach rechts gekrümmter, geharnischter Arm aufwächst, wel-cher in der Faust ein Schwert mit goldenem Griffe nach oben undlinks schwingt. Die Helmdecken sind rechts blau und golden, linksnäh und silbern. — Abdrücke von Petschaften. — Tyroff, I. 209.— Suppl. zu Siebm. Wappenb., IX. 28 (der rechte Flügel auf demHelme ist von Gold und Roth, der linke von Roth und Silber quergetheilt. Die Helmdccken sind rechts roth und golden, links rotliund silbern). — v. Meding, III. S. 639, nach einer Copie desAdelsbriefes. Der Strauch in der rechten Schildeshälfte wird imDiplome ein „grünes Sträuslein" genannt und von den Flügeln aufdem Helme wird nur gesagt, dass dieselben mit den Sachsen vonSilber und Roth einwärts gekehrt wären, v. Meding vermuthetedaher nach dem Abdrucke von einem Petschafte, dass der rechteFlügel schräglinks, der linke schrägrechts von Silber und Roth ge-lheilt sei, dies ist aber der Fall nicht, sondern die Flügel sindquer und zwar, wie oben angegeben, getheilt.
Sachsen und Herzogthum Sachsen-Alten bürg. Die Ge-brüder D. Christian Ludwig Stieglitz, Rathsherr etc. zu Leipzig,und Wilhelm Ludwig Stieglitz, kursächs. Premier-Lieutenant (seit1778 kursächs. Major), wurden vom Kaiser Joseph IL, laut Dipl.d. d. Wien, 5. Dec. 1765, in den Reichsadelstand erhoben. Er-sterer hat, so wie sein gleichnamiger Sohn, Doctor der Rechte undProconsul zu Leipzig, als Schriftsteller im Fache der Baukunst sehrberühmt, den Adel, so viel bekannt, nicht geführt, der Enkel aber,welcher ebenfalls Christian Lud wie hiess und 1854 als k. sächs.