422
spitzigen Zinnen, und 2 lind 3 in Roth drei silberne Querbalken.Auf dem Schilde stehen drei gekrönte Ilehne. Der mittlere Helmträgt einen die Sachsen rechts kehrenden, geschlossenen, schwarzenAdlersflug, welcher mit dem Wellenbalken und den Sternen desMittelschildes belegt ist; der rechte zwei von Silber und Roth mitgewechselten Farben quer getheilte Büffelshörner, welche in Formder Zahl 8 in einander geschlungen sind, und der linke den ein-wärts gekehrten, rotli bekleideten Rumpf eines vorwärtssehendenMannes, dessen Haupt, von welchem eine schwarze Kappe nachlinks herabhängt, gekrönt ist. Die Helmdecken sind rotli und sil-bern. — Abdrücke von Petschaften. — Wappenb. d. Ivgr. Bayern,IV. 19. — v. Wölckern, 4. Abth. — v. Hefner, II. 62 u. S. 59.
— Ilyrtl, II. S. 184. — Der Abdruck eines neueren, mit Angabeder Farben sehr genau gestochenen Petschaftes mit der Umschrift:Freiherrl. Sternbach. Dominium Ober Falkenstein, gicbt die Mauermit fünf Schichten an und zeigt deutlich im 2. und 3. silbern-damascirten Felde zwei rothe Querbalken. Unter dem Schilde fliegtein Band mit der Devise: Consilio Et Industria, Amore Et Timore.
— Sinapius, II. S. 450. — Zedier, XXXIX. S. 1972 (aus hand-schriftlichen Nachrichten). — Gauhe, I. S. 2452. — v. Lang, S.245. — v. Hellbach, II. S. 528.
Bayern. Franz Andreas Wenzel, k. k. Rath, wurde vomKaiser Leopold I., 26. März 1698, mit dem Prädicate: v. Stern-bach, in den Freiherrenstand erhoben. —• Eine aus Tirol stam-mende österreichische Adelsfaihilie, deren ursprünglicher NameWenzel (Wenzi) war und welche durch die von derselben wiedersehr gehobenen Bergwerke in Ähren bekannt und berühmt wurde.Aus derselben entspross der Vater des oben genannten FreiherrnFranz Andreas, Christoph Andreas Wenzel, k. k. Kammerrath undOber-Kriegscommissarius in Schlesien. Dass eine Erhebung in denAdelstand der Versetzung in den Freiherrenstand vorausgegangen,ergiebt nach Allem schon die Zusammensetzung des Wappens, wel-ches im Mittelschilde und mittleren Helme ein redendes Stamm-wappen annehmen liisst. Doch ist nicht aufzufinden, ob schon dergenannte Vater, Christoph Andreas, oder der Freiherr Franz An-dreas den Adel erhalten habe. v. Lang giebt nach der Adels-matrikel des Königreichs Bayern zuerst den Enkel des FreiherrnFranz Andreas an: Ludwig Freiherrn v. Sternbach, geb. 1757,Herrn auf Bludenz und Sonnenberg, k. bayer. Ober-Lieutenant a.D., und reiht an diesen den Sohn seines verstorbenen Bruders