414
niclil an und setzt auf den Ilelm einen Affen, welcher einen Apfelspeist). — Freih. v. d. Knesebeck, S. 27t).
Preussen, Oesterreich. Eine der ältesten und angesehen-sten märkischen Adelsfamilien, welche bald nach Vertreibung derWenden, 926, in die Mark Brandenburg gekommen sein soll undsich später im Braunschweigischen, in Schlesien, Preussen etc. aus-gebreitet hat. Dieselbe wurde früher bald Stecho, bald Stechau,bald Steychow geschrieben, die richtige Schreibart aber ist Slechow.— In der Mark geboren Kotzen, welches noch jetzt der Familiezusteht, und Seibelang zu den alten Besitzungen des Geschlechts,und in Schlesien erwarb die Familie viele Güter. — Heinrich undWerner Gebrüder v. Stechow auf Porssendorf werden in einemGunstbriefe genannt, welchen Kaiser Friedrich I., 1181, dem Klo-ster Pforte in Thüringen ausstellen liess. Heinrich v. St. fiel 1402in dem Kriege, welchen die Märker mit den Magdeburgern führten,und Henning v. St. wurde mit Anderen vom Adel 1407 zum Schieds-richter in einem Streite zwischen dem Abte zu Lehnin und einemv. Quitzow gezählt. Theodoricus, Henning, Clawes und Hennichv. Stechow lebten 1445 und die vier Siegel derselben hat v. d. Hagenmitgetheilt. Das erste Siegel zeigt zwei schräglinke Balken, vonwelchen jeder mit einem dünnen Zweige belegt ist, an welchemeinige Blätter hängen, das zweite und dritte ergiebt einen unbeleg-ten, schräglinken Balken, dagegen ist das Feld oben und unten miteinem Zweige belegt, und das vierte gleicht den beiden letzteren,nur ist der schräglinke Balken mit sieben kleinen Kugeln und zwarso belegt, dass nach der dritten ein Platz leer bleibt. — 1590waren mehrere Sprossen des Geschlechts bei der Belagerung vonBraunschweig gegenwärtig, und Hans v. St. war im Anfange des16. Jahrhunderts kurbrandenb. Hofmeister, Otto v. St. aber wohnte1598 der Beerdigung des Kurfürsten von Brandenburg JohannGeorge bei. — Sinnpius rechnet das Geschlecht in Schlesien zuden freiheii'L Familien und giebt an, dass dasselbe sich vor nichtzu langer Zeit aus dem brandenburgischen Preussen, der katholi-schen Religion wegen, nach Schlesien hegeben und im Breslauschenansehnliche Güter an sich gebracht habe. Was den in die Familiegekommeneu Freiherrenstand anlangt, so wurde nach Megerlev. Mühlfeld, Ergänzungsband, S. 103, Christoph v. Stechow, Guts-besitzer, vom Kaiser Leopold I., 12. März 1703, in den böhmischenalten Freiherrenstand erhoben. Das freiherrliche Wappen ist nuraus Abdrücken von Petschaften bekannt. Der Schild ist geviert: