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2 (1855)
Entstehung
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Schilde stehen zwei gekrönte Helme. Der rechte Hehn trägt denrechts gekehrten Kopf und Hals eines schwarzen Adlers mit gol-dener Krone, goldenem Schnabel und rother ausschlagender Zunge,der linke aber den v. Podewilschen Helmschmuck: die oben be-schriebenen sechs Reiher- und drei Pfauenfedern. Die Deckenbeider Helme sind blau, golden und silbern, und den Schild haltenzwei auswärtssehende, golden gekrönte, schwarze Adler mit rotherausgeschkigener Zunge, goldenem Schnabel und Klauen, den könig-lichen Namenszug auf der Brust und mit goldenen Kleestengeln inden Flügeln. Abdrücke von Petschaften. Wappenb. d. Preuss.Monarchie, I. 77. Pomin. Wappenbuch (a. a. 0.). Brügge-mann (a. a. 0,).

Preussen, Bayern. Altes, pommersches, zu den früherenSchloss- und Burggesessenen gehörendes Adelsgeschlecht, welchesurkundlich mit den Namen: Pudwils, Pudewils, Pudwyls etc. seitdem 14. Jahrhunderte auftritt, zweifelsohne aber schon lange Vor-her zu den vornehmsten Geschlechtern Pommerns gezählt hätte.1362 legten, nach Bagrnihl, die Herzöge Bogislav, Barnim undWartislav, der Bischof Johann von Camin, die von Kameke, Bul-grin und Pudewils und die Stadt Cüslin die zwischen ihnen obwal-tenden Streitigkeiten bei, und 1387 erscheint urkundlich ReymerPodewils, 1439 Adam Podewils zu Cöslin und 1453 Wulff Podwylsto Podwils. Als Stammhaus wird gewöhnlich das gleichnamigeGut im jetzigen Belgarder Kreise genannt, welches ältere Schrift-steller unter dem Namen Pudewels und Pudeweiss aufführen.Schon zeitig, unter dem Hochmeister des deutschen Ordens AlbertMarkgrafen von Brandenburg, kamen Zweige der Familie nachPreussen, wo sich dieselben eben so, wie die pommcrschen, weitausbreiteten, und, wie diese, zu bedeutendem Grundbesitz kamen,welcher letztere, wie der in der Neumark erworbene, im Laufe derZeit mehrfach wechselte. Sprossen des Geschlechts kamen spä-ter auch nach Dänemark, Braunschweig-Lüneburg, der Pfalz etc.,die meisten aber widmeten ihre Dienste dem kurbrandenburgi-schen und später dem kön. preussischen Hause, von welchem letz-teren dieselben bis auf die neueste Zeit hohe Hof-, Staats- undMilitairwürd.en erhielten. Die Gehrüder Heinrich v. Podewils,gest. 1760 als k. preuss. w. Geh. Staats-, Kriegs- und Cabinets-rainister, Otto Christoph v. P., k. preuss. w. Geh. Staats- undKriegsminister, gest. 1781, und Adam Joachim v. P., gest. 1764als k. preuss. General-Major, wurden vom Könige Friedrich U. von