Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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339
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v. Phull - Rieppur, Freiherren.

Schild der Länge nach gelheilt: rechts in Blau drei über ein-ander stehende, die Feldesränder nicht berührende Regenbogen vonnatürlicher Farbe (Phull); links in Roth zwei neben einander auf-gerichtete, Grilf und Bart auswärtskehrende, silberne Holzschlüssel.Der Griff ist spitzig gebogen und die Bärte stellen gleichsam vierSprossen einer Leiter dar (Rießpur). Auf dem Schilde stehen zweiHelme. Der gekrönte, rechte Helm trägt einen grünen, auf jederSeite von einem sechsstrahligen, goldenen Sterne beseiteten Palm-baum, über welchem ein Regenbogen, über dem ein dritter Sternschwebt, ausgebreitet ist, und der linke Helm die beschriebenenHolzschliisscl der linken Schildeshälfte etwas schräge gestellt. DieIlelnidecken sind reclits blau und silbern," links rotli und silbern. Würltemb. Wappen!)., S. 35 u. No. 122. Adelsb. d. Könige.Württemb., S. 293296 (giebt das Wappen, wie folgt, an: in derrechten, blauen Hälfte drei halbrunde, mit den Farben des Regen-bogens belegte Balken, und in der linken, rothen zwei aufrecht-stehende, fünffach gezahnte, silberne Schlüssel). Das Wappender Freiherren v. Phull in Württemberg giebt das Wappenbuch d.Kgr. Württemb., S. 39 u. No. 138, Nachrichten über die Familiev. Phull aber finden sich unter Anderem in folgenden Schriften:Angeli, Märk. Chronik, S. 231. Knauth, S. 549: Pfuhl.Gaube, 1. S. 16171619: Pfuel, Pfuhl. v. Uecbtritz, diplom.Nachr., I. S. 80113. v. Hellbach, IL S. 229 u. 230. N.Preuss. Adelslexic., IV. S. 35 u. 36. Das Wappen ist meist, Ty-roff, IL 298, ausgenommen, nur durch Siegel und Handzeichnungenbekannt. Im Schilde berühren in letzteren beiden oft die Regenbogendie Schildesränder, und der Schmuck des Helmes ergiebt verschie-dene Varianten, welche in einem späteren Artikel über die Familiev. Phull zur Sprache kommen werden. Die Familien v. Rieppurhaben, neben Bucelini und Burgermeister, besprochen: Gaube, I.S. 1888 u, 1889. Zedier, XXXI. S. 1555. v. Hellbach, ILS. 322. Eine Stammtafel des Geschlechts vom Jahre 1561 bisauf die neuere Zeit findet sich in einem Werke, in welchem die-selbe nicht leicht gesucht werden dürfte, nämlich in der zu Stutt-gart 1800 erschienenen Schrift: Beiträge zur Erörterung der Lehrevon der Erbfolge der weiblichen Nachkommen im subsidiarischenWeiberlelm.

Württemberg, Preussen. Ernst Leopohl August Gotlhelf

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