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2 (1855)
Entstehung
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(der Mond hat ein Gesicht und auf dem gekrönten Helme stehenneben einander fünf Pfauenfedern). Knauth, S. 549: Pforta.Ganhe, I. S. 1616 u. 1617: v. d. Pforte. v. Hellbach, 11. S.229: v. d. Pforte, Pforta, Pfordle.

Bayern. D. Ludwig Carl Heinrich v. d. Pfordten, k. bayer.Staatsrath in ordentlichen Diensten, Staatsminister des kön. Hausesund des Aeussern, Vorsitzender im Ministerräte und mit der Lei-tung des Staatsministeriums und der öffentlichen Arbeiten aller-höchst betraut, wurde vom Könige Maximilian II. Joseph von Bayern,11. Aug. 1854, unter Erneuerung und Bestätigung des von seinenVoreltern inne gehabten alten Geschlechtsadels, zum Merkmale aller-höchsten Wohlwollens und in Anerkennung seiner Verdienste, fürsich und seine Nachkommen und mit seiner Schwester, Luise v. d.Pfordten, in den erblichen Freiherrenstand des Königreichs Bayernerhoben (s. Regier.-BIatt für das Königreich Bayern, 1854. No. 36). Altes, sächsisches Adelsgeschlecht, welches in Thüringen, na-mentlich in der Grafschaft Gleichen, wie Sagitlar angiebt, schon im13. Jahrhunderte vorkam und dann im Meissnischen zu hohem An-sehen und reichem Grundbesitz gelangte. Knauth (a. a. 0.), wel-cher darauf aufmerksam macht, dass die Familie sonst von Span-genherg unter dem alten bayerischen Adel genannt werde, sagt:Pforta, auf Pinnewitz, Wesenigk, Döbellitz, Puschwitz, Neussen etc.in Meissnischer und Miihlberger Pflege. Hans, Wollfart, Ileintzund Gerbot v. d. Pforte erscheinen 1369 in einem Kaufbriefe desehemaligen Klosters Beutitz hei Weissenfeis. Bruno (Braun) v. d.Pforta, als Kriegsheld berühmt, über welchen der bekannte säch-sische Chronist: der Pirnaische Mönch (Pirnensis) und v. Zieglcrweitere Nachrichten gegeben haben, wurde 1483 im Kloster zuPirna begraben, und Erasmus v. d. Pforte, Herr auf Pinnewitz,war 1530 kursächs. Geh. Rath und Hausmarschall. Von der Zeitdes Letzteren an haben zahlreiche Glieder des Geschlechts im17. und 18. Jahrhunderte in kursächsischen Hof-, Staats- undKriegsdiensten hohe Ehrenstellen bekleidet und das Geschlechtblüht als Adelsgeschlecht noch jetzt in Sachsen. Im Laufe derZeit ist das Geschlecht auch in andere Länder gekommen und hatsich namentlich auch in Dänemark seit der zweiten Hälfte des17. Jahrhunderts (unter dem Könige Christian V.) ausgebreitet.Die jetzt in Bayern blühende freiherrliche Linie ist wohl ein Zweigdes alten sächsischen Hauptstammes.