Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
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v. Jagow.

Im silberneu Schilde ein rothes Rad mit sechs Speichen. Aufdem Schilde steht ein mit einem roth-silbernen Wulste bedeckterHelm, welcher einen rechts gekehrten, silbernen Dachs trägt, des-sen Kopf, da wo die Ohren sind, mit zwei langen, gegen die linkeSeite sich kehrenden, goldenen Lilienstäben besetzt ist. Die Ilelm-decken sind roth und silbern. Abdrücke von Petschaften.Siehmacher, I. 183: Braunschweigisch (der Dachs, nach der Decla-ralionan seiner Farbe", ist links gekehrt). Dienemann, S. 344No. 55. v. Meding, I. S. 259 u. 260, zunächst nach einer Stamm-buchzeichnung mit der Unterschrift: Ulrich v. Jagow, 27. April1617, und dann nach Dienemann, Siehmacher und Kühler (vomverlobten silbernen Schiffe, Tab. I. No. 4, in welcher Abbildungdas Rad im Schilde der Helmschmuck fehlt fünf Speiehenzeigt), so wie nach v. d. Hagen, welcher (Beschreibung des Ge-schlechts derer v. Uchtenhagen, S. 4) den Helm'schmuck des v. Ja-gowschen Wappens so beschreibt, dass es ein laufendes Schweinoder ein Dachs sei, der auf dem Kopfe zwei Lilien mit langenStengeln habe, wobei v. Meding sehr richtig angieht, dass der Kopfdes Thieres in allen bekannten Zeichnungen zu spitz sei, um einenSchweinskopf vorstellen zu können. Gauhe, 1. S. 925 u. 926:Jago, Jagau. Grundmann, S. 43. Freih. v. Krohne, II. S.152154. v. Hellbach, I. S. 604. N. Preuss. Adelslexicon,III. S. 2123. Freih. v. Ledebur, I. S. 390.

Preussen. Nach Angeli, Enzelt u..A. eins der ältesten Adels-geschlechter der Mark Brandenburg, welches sich in den Markenweit ausgehreitet hat, schon früh, 1243, in Pommern blühte, späterin das Magdeburgische und Braunschweigische kam und urkundlichunter dem Namen Jago und Jagau erscheint. Leutinger, Comment.de Marchia Brandenh., p. 685, suchte die Familie von dem Ge-schlcchte v. Uchtenhagen abzuleiten, doch hat v. d. Hagen (a. o.a. 0.) diese Annahme widerlegt. Freiherr v. Ledebur giebt dieFamilie als Slammgenossen der v. Wedel, v. Uchtenhagen, v. Stülp-nagel und v. Wreech unstreitig des Wappenhildes, des Rades,wegen, doch fragt sich wohl, oh der Schluss von einem ähnlichenWappenbilde auf gleiche Abstammung so weit auszudehnen sei.Hermann v. J. starb 1396 als Statthalter in der Mark, Hans v. J.war Oberst und Hofmarschall des Kurfürsten Johann von Branden-burg (1476 1499), und Gebhard v. J. kommt zu Anfange des