Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

222

v. Jagemann.

Schild quer getheilt: oben in Gold ein gestürzter, rother An-ker, unten in Silber ein mit dem Mundstück nach rechts gelegtes,mit Gold beschlagenes, schwarzes Jagdhorn, zwischen dessen, nachoben geschlungenem, schwarzem Bande ein sechsslrahliger, goldenerStern schwebt. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Hehn, welchervier Straussenfedern, roth, silbern, roth, golden, trägt. Die Helm-decken sind rechts schwarz und silbern, links roth und golden.Abdrücke von Petschaften. Siebmacher, I. 186: Die Jagemanzu Hardegsen, Braunschweigisch (dieDeclaration" sagt: auf demHelme eine gelbe Krone, darauf zwei rothe, eine weisse und einegelbe Feder. Die Helmdecken schwarz und weiss, roth und gelb),und IV. 97: Die Jageman (die Federn sind roth, golden, schwarz,silbern). Wappenb. d. Sachs. Staaten, II. 73 (kehrt das Mund-stück des Bornes links, kreuzt das Band des letzteren und lingirtdie Straussenfedern roth, golden, schwarz, silbern). Dresd. Cal.z. Gebr. f. d. Besid., 1849. S. 153 (giebt den Anker silbern, dasHorn golden und die Straussenfedern roth, golden, silbern, rothan). Gauhe, II. S. 482. v. Hellbach, I. S. 603. NeuesPreuss. Adelslexicon, Ii. S. 21 (bezeichnet den Anker, ohne Angabeder Farbe, als Schiffsanker, tingirt das Jagdhorn golden und dieStraussenfedern ebenfalls roth, golden, silbern und roth). Freih.v. d. Knesebeck, S. 163. Freih. v. Ledebur, I. S. 389.

Sachsen, Preussen. Altes, schon in der ersten Hälfte des13. Jahrhunderts urkundlich vorkommendes thüringisches Adelsge-schlecht, welches später in das Braunschweigische und nach West-phalen gekommen ist und sich, wie einige alte adelige Geschlechter,des Wortes von vor dem Namen lange nicht bedient hat, neuerlichaber den Adel wieder führte. Nach anderen Angaben wurde D.Johann Jagemann, Geh. Bath und Canzler des Herzogs HeinrichJulius von Braunschweig, vom Kaiser Rudolph II. um das Jahr1595 in den Adelstand erhoben, während Freih. v. d. Knesebeckangiebt, dass zu Anfange des 17. Jahrhunderts, falls er nicht irre,die Söhne des genannten Canzlers J. den Adel erlangt hätten.Das Geschlecht breitete sich im Hannoverschen, in Thüringen,Sachsen und der Oherlausitz aus und erwarb in letzterer Grund-besitz. In Hannover ist dasselbe ausgegangen.