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v. Jacomini, Edle.
Schild geviert mit einer zwischen dem 3. und 4. Felde einge-pfropften Spitze: I und 4 in Gold ein auf zwei an einander nachder rechten Seile schwimmenden Delphinen stehender, rechts ge-kehrter Dar, welcher in der aufgehobenen rechten Tatze einen gol-denen „Busican" (Angahe des Diploms) — s. unten — halt; 2und 3 in Blau ein nach der rechten Seite springender, gekrönterFuchs, welcher in der vorgeworfenen, rechten Kralle einen Oelzweigempor-, in der linken aber eine Kette abwärts hält, an welcherunten eine rechts gekehrte und quer gelegte Schlange mit demKopfe befestigt ist, und in der schwarzen Spitze ein quer gelegtes,mit dem Mundstücke rechts gekehrtes, goldenes Posthorn. Auf demSchilde stehen zwei gegen einander gekehrte, gekrönte Helme. Derrechte Helm trägt einen Pfauenschweif von sechs (3, 2 u. 1) hintereinander gesetzten Pfauenfedern, und aus dem linken wächst derHär des 1. und 4. Feldes mit dem Busican empor. Die Deckendes rechten Helmes sind schwarz und golden, die des linken blauund golden. — Leupold, I. 3. S. 417—421, mit Angahe des Wap-pens nach dem Diplome. In der Abbildung fehlt die Spitze mitdem Posthorne ganz, und der Bär im 1. und 4. Felde wächst ausden Delphinen auf. Der „Busican" — auch Pusikan, nach Einigender alte Name für Streitaxt, nach Anderen der Name für eine inder Türkei üblich gewesene Keule — stellt ein dickes Rohr mit »kleeblattförmiger Spitze und kugelförmigem Ende vor. — Megerlev. Mühlfeld, S. 123. — Schmutz, II. S. 115. — v. Hellbach, I. S. 601.
Oesterreich. Caspar Andreas v. Jacomini, Postmeister zuCilli in Steiermark, wurde von der K. K. Maria Theresia, 30. Juli1766, mit dem Prädicate: Edler v., in den erbländisch-österreichi-schen Ritterstand erhoben. Derselbe stammte im fünften Gliedevon Julius Cäsar Jacomini, Rathsherrn zu Fiume, welcher vomKaiser Ferdinand II., 1624, den Adel, und 26. Mai 1625, das Pa-triciat zu Fiume erhalten hatte, und wurde, nach Ankauf der Herr-schaft Reifenstein, 13. Oct. 1770, unter die steierischen Ständeaufgenommen, gründete auch die schöne Jacominische Vorstadt zuGrätz, aus welcher die 1816 an die Grafen v. Trautmannsdorf ge-kommene Herrschaft Neuhof entstand. — Der Mannsstamm wurdedurch zwei Söhne aus erster Ehe mit Maria Anna Periz v. Periz-hofen und durch zwei Söhne aus zweiter Ehe mit Maria JosepheIgnatia v. Pilpach fortgesetzt.