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Guichard, genannt v. Quintus Icilius.
Schild geviert mit Mittelschilde. Im silbernen Mittelschilde derheilige Georg in stahlfarbiger Rüstung, auf einein rechts gekehrten,schwarzen Pferde sitzend und einen rothen Drachen tödtend. Iund 4 in Roth zwei silberne Querbalken, und 2 und 3 in Silberzwei über einander gestellte, rechtssehende, liegende, rothe Löwen.Auf dem Schilde steht ein mit einer siebenperligen Freiherrenkronebedeckter Hehn ohne Schmuck. Die Helmdecken sind rotli undsilbern. — Wappenb. d. Kgr. Hannover, F. 3 u. S. 7. — NeuesPreuss. Adelslexic., IV. S. 76. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 232.
Hannover, früher Preusseu. Carl Gottlieb Guischard (Gui-chard), k. preuss. Hauptmann, erhielt vom Könige Friedrich II. vonPreussen im Jahre 1759 den Namen v. Quintus Icilius beigelegt.Derselbe, ein Sohn des k. preuss. Hofraths, Richters und Syndicusder Pfälzer Colonie zu Magdeburg Johann Richard Guichard, war1724 zu Magdeburg geboren, sludirle, mit sehr guter wissenschaft-licher Vorbildung, Theologie, trat aber 1749 in holländische Diensteund begab sich 1754 nach genommener Entlassung in Folge wis-senschaftlicher Zwecke nach England. 1757 trat er als Freiwilligerin die alliirte Armee ein, wurde dem Könige Friedrich II. bekanntund als Hauptmann in das Gefolge desselben aufgenommen. Von1763 an war er immer um der. grossen König und genoss dievolle Gnade desselben, bis er 13. Mai 1775 zu Potsdam als Oberstvon der Infanterie, ehemaliger Chef eines im 7jährigen Kriege sehrbekannt gewordenen Freiregiments, Mitglied der Academie der Wis-senschaften zu Berlin etc. starb. Der demselben beigelegte Namev. Quintus Icilius entstand dadurch, dass Guichard, mit welchem,seiner gelehrten Ausbildung wegen, König Friedrich II. sich gernunterhielt, einst den König, welcher den im Polybius vorkommen-den Cenlurio llicius fälschlich Icilius nannte, verbesserte, woraufihm letzterer Name beigelegt wurde. — Ein Enkel desselben kommtals k. hannöv. Amts-Assessor zu Fallingbostel vor, und FriedrichGuichard, genannt v. Quintus Icilius, wohl der Sohn des Letzteren,wurde in der kön. hannoverschen Artillerie 1849 Lieutenant im1. Bataillon.