Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
198
Einzelbild herunterladen
 

198

v. Hademstorff.

Im rothen Schilde ein schwebendes, silbernes Andreaskreuzvon vier silbernen Ringen begleitet. Auf dem Schilde steht einmit einem roth-silbernen Wulste bedeckter Helm, welcher deuRumpf eines nackten, vorwärtssehenden Mohren mit rother Kopf-binde, deren Bänder links fliegen, zwischen einem offenen, rothenAdlersfluge trägt. Jeder Fh'igel desselben ist mit einem schwebendenPfahl des Andreaskreuzes im Schilde belegt, der rechte mit einemschräglinken, der linke mit einem schrägrechten Pfahle. Die Helm-decken sind roth und silbern. Abdrucke von Petschaften,v. Meding, I. S. 210 u. 211, und II. S. 727, nach Nachrichtenaus der Familie mit einer 23. Mai 1783 von einem Notar beglau-bigten Zeichnung und dem Bemerken, dass so das Wappen auchwirklich von der Familie geführt werde. Wie beschrieben kommtdas Wappen in einem Siegel Ludolffs v. Hademstorp von 1489, sowie in einer 1616 im Stifte Bassum aufgeschworenen Ahnentafelund in der Kirche zu Weyhe in der Grafschaft Hoya am Epita-phium des Claus Ernst v. Hademstorff vom Jahre 1617 vor. Da-gegen zeigt ein Wappen von 1564 in der Kirche zu Hinebüttel imLüneburgischen, bei mit den oben gemachten Angaben überein-stimmendem Schilde, auf dem gewulsteten Helme einen offenen,rothen Adlersflug, dessen Flügel mit einem silbernen Balken belegtsind. Wappenb. <1. Kgr. Hannover, C. 62 u. S. 7 (der Schild istwie angegeben, der Hehn aber, welcher mit einem roth-silbernenWulste bedeckt ist, trägt einen offenen, rothen Adlersflug, dessenFlügel mit einem Schrägbalken, der rechte mit einem schräglinken,der linke mit einem schrägrechten, belegt ist. Das genannte Wap-penbuch hat sich also hinsichtlich des Helmschmuckes an das Wap-pen von 1564 etc. und nicht an die späteren und neueren gehal-ten). Eben so, wie das Wappenb. d. Kgr. Hannover haben dasWappen früher Tyroff, 1. 11, und die Suppl. zu Siebm. Wappenb.,II. 30, gegeben. v. Hellbach, I. S. 489: v. Hademstorff, Haden-storp. Freih. v. d. Knesebeck, S. 142. Freih. v. Ledebur, I.S. 307.

Hannover. Altes, lüneburgisches und im Lilneburgischennoch blühendes Adelsgeschlecht, welches im Lüneburgischen undim Hoyaischen früher begütert gewesen ist, und als v. Medingschrieb (1786), im Stifte Münster ansässig war. Der gleichnamigeStammsitz liest im Amte Ahlden. Heinrich v. Hademstorff kommt