Druckschrift 
2 (1855)
Entstehung
Seite
183
Einzelbild herunterladen
 

183

DieDeclaration" giebt kurz an, ohne auf die Bänder und dieFarbe derselben Rücksiebt zu nehmen: die Butte weiss. Das dritteBand um letztere zeigen auch Abdrücke von Petschaften, von wel-chen das eine, statt der sieben Hahnenfedern, vier Straussenfederncrgiebl. Das N. Preuss. Adelslexic., V. S. 178, nennt das Wap-penbild einen silbernen Krug, oder Kanne, mit einem Henkel, undder Dresdn. Cal. z. Gebr. f. d. Resid., 1848. S. 158, spricht voneiner gehenkelten, silbernen Bülte. Zu der Annahme eines Hen-kels bat vielleicht Siebmachers Abbildung geführt, welche die beidenTragebänder so zeigt, dass man im ersten Augenblick an einenHenkel denken kann. Gauhe, 1. S. 617. v. Ilellbaeh, I. S.419: v. Germar, Goermar, Geremar. Freih. v. Ledebur, I. S. "252.

Sachsen, Preussen. Altes, thüringisch-sächsisches Adels-geschlecht, welches urkundlich schon 1130 vorkommen soll, dochist über diese Angabe Näheres nicht aufzufinden. Hundert Jahrespäter, 1230, kommt die Familie im Besitz von Germar, im KreiseMilhlhausen, vor. Curt v. G. ging, wie Müller, Annal. Sax., an-giebt, 1461 mit dem Herzoge zu Sachsen, Wilhelm, in das gelobteLand und wird von Spangenberg, P. II, als Kriegsheld gerühmt.Hans, Landes-Comthur der Bailei Thüringen, unterzeichnete 1554den Naumburgischen Vertrag zwischen dem Kurfürsten August unddem Herzoge zu Sachsen Johann Friedrich. Ein anderer Bans V. G.war 1564 kursächs. Rath und bat nach Bayer, Geograph. Jenens.,p. 422, mehrere milde Stiftungen gemacht. Heinrich v. G. kommt1650 als kursächs. Oberst-Lieutenant vor. Im Laufe der Zeilwurde die Familie in der Oberlausitz, der Neumark, Pommern undWestpreussen begütert. Glieder des Geschlechts haben spätermehrfach in kon. preussischen und kön. sächsischen Militärdienstengelebt. Im Königreiche Sachsen erwarb die Familie das RittergutGepiilzig mit Naundorf.

v. Grermersheim, Edle.

Schild geviert: 1 und 4 in Gold ein recbtsschender, schwarzerAdler; 2 und 3 quer gelbeilt: oben in Silber eine auf der Tliei-lungslinie aufstehende, grüne Tanne, unten in Grün zwei silberneQuerbalken. Auf dem Schilde stehen zwei gekrönte Helme. Derrechte trägt den Adler des 1. und 4. Feldes und der linke die